Wirtschaft



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22.12.2005
 

Widerstand

Bundesländer wollen Strompreiserhöhung blockieren

Die Energiebranche droht mit geplanten Preiserhöhungen zu scheitern. Nach der Ablehnung in Hessen wollen jetzt auch andere Bundesländer die Preispolitik der Konzerne kritisch unter die Lupe nehmen.

Hamburg - Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Horst Rehberger (FDP) sagte der "Bild"-Zeitung: "Das neue Energiewirtschaftsgesetz gibt uns und der Bundesnetzagentur die Möglichkeit, die Durchleitungspreise genauestens zu prüfen." Bremens Umweltsenator Jens Eckhoff (CDU) sagte der Zeitung: "Es ist nicht akzeptabel, wenn die großen Stromkonzerne mit überhöhten Durchleitungsgebühren ihren Markt abschotten und günstige Anbieter fernhalten."

Umspannwerk: Politiker attackieren Stromkonzerne
DPA

Umspannwerk: Politiker attackieren Stromkonzerne

Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) sagte: "Die Hälfte der Anträge auf Preiserhöhungen haben wir schon abgelehnt." Ähnlich äußerte sich Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP): "34 von 57 Anträge auf Preiserhöhungen haben wir schon gedrückt." Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) will die beantragten Preiserhöhungen der Stadtwerke zwischen 1,2 bis 2,4 Cent pro Kilowattstunde "auf die Hälfte drücken".

Schleswig-Holstein Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU) kündigte seinerseits an: "Ich mache das Thema Strompreise zur Chefsache." Sachsens SPD-Wirtschaftsminister Thomas Jurk sagte, sein Bundesland genehmige Strompreiserhöhungen "nur unter Vorbehalt, das heißt wenn die Kosten sinken, muss das sofort an die Kunden weitergegeben werden". Wie es weiter hieß, hätten in Rheinland-Pfalz alle 65 Stromversorger auf Druck von Wirtschaftsminister Hans-Arthur Bauckhage (FDP) ihre Forderungen nach höheren Preisen abgesenkt.

Als erstes Bundesland hatte Hessen am Wochenende Strompreiserhöhungen blockiert. Insgesamt 50 Energieunternehmen wollten die Tarife am 1. Januar 2006 um bis zu sechs Prozent anheben. Nach den Worten von Hessens Wirtschaftsminister Alois Rhiel konnten die Firmen nicht den Nachweis erbringen, dass die Preissteigerungen erforderlich sind. Der CDU-Politiker erklärte heute in einer Mitteilung: "Nach den Preissteigerungen für Benzin und Diesel, für Heizöl und Gas sind vielen Haushalten weitere Belastungen nicht mehr zuzumuten."

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Die neuesten Beiträge:
20.02.2010 von TILMAN_KLUGE: Stromkunden bezahlen Korruption

Wie sollen Menschen Öko-Investitionen akzeptieren oder sich gar vetrauensvoll an ihnen beteiligen können, wenn sie als Bürger selber unfreiwillig in seltsame Geschäfte hineingezogen werden. Wiebke Hollersen schreibt unter [...] mehr...

04.06.2009 von Ludwig Schmidt: altes wird neu und neues ist eigentlich alt

Tja, scheint sich bis heute nicht wirklich etwas geändert zu haben, ein wirklich aktuelles Thema, auch politisch. Nun ja, wir mussten ja auch (fast) alles, was von Blairs Neoliberalen so ausgedacht wurde über den [...] mehr...

05.11.2007 von tempestas:

das war nicht zufällig ein Ausschnitt aus der Doku "Enron - The smartest guys in the room" ? Da gibts genau so eine Szene...und warum sollten die Medien die nicht benutzen...nur so ein Gedankengang mehr...

05.11.2007 von kdshp:

Hallo, gestern in TV spiegel hat man eine dieser "maschen" gezeigt um die preise in die höhe zu treiben. Das so was geht wollte/kann ich nicht glauben. Da wurde ein kraftwerk für 15 mil stillgelegt (kosten), [...] mehr...

05.11.2007 von Robert32:

Man kennt sich persönlich, man trifft sich zum Kaffee, man stimmt sich ab... mehr...

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