Wirtschaft



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28.12.2005
 

Wirtschaftsweiser

Bofinger plädiert für höhere Löhne

Ende der Bescheidenheit: Der Wirtschaftsweise Bofinger macht sich für höhere Löhne stark und empfiehlt einen Zuwachs von "knapp drei Prozent", um die Kaufkraft der Konsumenten zu stärken. Widerspruch kommt von einem seiner Kollegen.

Hannover/Düsseldorf - Eine Erhöhung von "knapp drei Prozent" sei "in unseren europäischen Nachbarländern üblich" und erhalte die "exzellente internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen uneingeschränkt", sagte Peter Bofinger, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der "Neuen Presse" in Hannover. "Die Löhne sollten endlich wieder stärker steigen als die Inflationsrate, so dass die Kaufkraft der Menschen steigt", forderte der Würzburger Volkswirt.

Bofinger: Kaufkraft steigern
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Bofinger: Kaufkraft steigern

Dagegen warnte sein Kollege Wolfgang Franz, ebenfalls Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung, vor überzogenen Lohnsteigerungen. "Eine beschäftigungsfreundliche Lohnpolitik mit Lohnerhöhungen maximal zwischen einem und zwei Prozent im nächsten Jahr könnte zu einem Beschäftigungsaufbau beitragen", sagte Franz der "Rheinischen Post".

Eine solche Politik müsse im Einklang mit den anderen "Reformbaustellen" erfolgen, betonte Franz. Als Beispiele nannte er die Senkung der Unternehmensteuerbelastung, die Reformen des Gesundheitssystems und der Pflegeversicherung, die Flexibilisierung des Arbeitsmarkts und eine Konsolidierung des Haushalts.

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