Berlin - Das Unternehmen habe erkannt, "dass der Vorgang über rein juristische Fragen weit hinausgeht", sagte E.on Ruhrgas-Sprecher Peter Blau der Tagesschau. Öffentliche Wahrnehmung und gesellschaftliche Akzeptanz seien von mindestens ebenso großer Bedeutung. Nun würden Richtlinien ausgearbeitet, wie solche Reisen in Zukunft aussehen könnten.
Nach derzeitigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln soll E.on Ruhrgas für seine treuen Abnehmer eine Art Reisebüro betrieben haben - und dabei zum Teil sehr bereitwillig auf die Wünsche seiner wichtigsten Großkunden eingegangen sein.
Die Kölner Staatsanwaltschaft hatte am Samstag Medienberichte bestätigt, nach denen eine Durchsuchung in der Dortmunder Zentrale von Thyssengas, die heute von RWE-Energy betrieben wird, stattgefunden hat. Der Verdacht ist der gleiche wie im Fall E.on Ruhrgas: Auch Thyssengas soll Reisen von Stadtwerke-Aufsichtsräten finanziert haben, die nur einen untergeordneten Bezug zu gasfachlichen Themen hatten.
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