Berlin - Die Umfrage, die im Auftrag der EU-Kommission erstellt wurde, zeige, dass die Deutschen im Zusammenhang mit der europäischen Einigung vor allem den Verlust von Arbeitsplätzen fürchten, berichtet die "Berliner Zeitung". 84 Prozent der Befragten hätten angegeben, Angst vor der Verlagerung von Jobs in EU-Länder mit niedrigeren Lohnkosten zu haben. Jeder zweite der 1534 Bürger, die im Oktober und November 2005 befragt wurden, sehe außerdem die Gefahr, dass es im Laufe der weiteren europäischen Einigung zu einer Wirtschaftskrise kommen könne.
Die Angst um Arbeitsplätze führe zu einer sehr negativen Haltung gegenüber künftigen EU-Erweiterungen. 59 Prozent der Deutschen wollen in den nächsten Jahren keine Aufnahme neuer Länder. "Die Meinung, dass die Politik der EU deutsche Arbeitsplätze gefährde, trägt offensichtlich bei vielen der Befragten zu einem schlechten Bild der Union bei", heißt es in der Eurobarometer-Studie, die an diesem Donnerstag in Berlin vorgestellt werden soll. Immer mehr Deutsche - laut Eurobarometer inzwischen 64 Prozent - empfinden den Verlust von sozialen Standards und Sozialleistungen als Problem. Die EU werde hier nicht als Lösung, sondern als Teil einer negativen Entwicklung gesehen, heißt es in der Studie.
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