Nürnberg - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar um 408.000 auf 5.012.000 gestiegen. Das waren 75.000 weniger als vor einem Jahr, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) heute in Nürnberg. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um einen Punkt auf 12,1 Prozent.
Saisonbereinigt sei die Erwerbslosenzahl im Vergleich zum Vormonat um 69.000 gestiegen. "Die Arbeitslosigkeit entwickelte sich im Januar wesentlich ungünstiger als jahreszeitlich üblich", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, bei der Bekanntgabe der Zahlen.
Die Ursache dafür sieht die Bundesagentur in zwei Sonderfaktoren. Zum einen habe es einen Nachholeffekt aus dem Dezember wegen des Winterwetters gegeben. Zudem hätten sich überdurchschnittlich viele ältere Menschen über 45 Jahre arbeitslos gemeldet. Diese Altersgruppe bekomme ab Februar nur noch maximal 22 statt 32 Monate Arbeitslosengeld und werde zunehmend entlassen, um die bisherige Regelung noch zu nutzen.
Bereits zu Beginn des Jahres 2005 war die Zahl der Arbeitslosen über fünf Millionen gestiegen. Bisher waren sich die Experten uneins, ob in diesem Winter erneut mit dem Überschreiten der Symbol-Marke zu rechnen sein würde.
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