Wirtschaft



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03.02.2006
 

Steigende Energiepreise

RWE-Boss fordert zum Stromsparen auf

Wie beim Erdöl und Gas sind auch bei Elektrizität weiter steigende Preise absehbar. Ausgerechnet der Vorstandsschef des Energieriesen RWE gibt Kunden nun den Tipp: einfach Strom sparen und so die Geldbörse schonen.

Hamburg - Strom, da ist sich Harry Roels sicher, wird teurer. "Es ist eine Illusion zu glauben, dass die Strompreise auf Dauer sinken werden", sagte er der "Bild"-Zeitung. "Wer das behauptet, ist unehrlich." Die Strompreise würden "langfristig weiter steigen", prophezeite der RWE Chart zeigen-Chef. "Die beste Empfehlung, die ich geben kann, lautet: Sparen Sie Energie".

Rund zehn Prozent könne jeder Haushalt auf diese Weise sparen bei der Stromrechnung sparen. Damit jeder Kunde Kenntnis von den Einsparmöglichkeiten erhalte, überlege der RWE-Konzern, auf seine Stromrechnungen künftig Spartipps zu drucken.

Konzernchef Roels: Spartipps für die Verbraucher
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DPA

Konzernchef Roels: Spartipps für die Verbraucher

Roels erklärte, längere Laufzeiten für Kernkraftwerke, wie sie etwa Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) vorgeschlagen hatte, könnten den Strompreisanstieg dämpfen. Kernkraft durch andere Energien zu ersetzen, koste einen zweistelligen Milliardenbetrag, der sich auf den Strompreis niederschlage.

Dass um Deutschland herum die Laufzeiten für Kernkraftwerke verlängert und weltweit neue Anlagen gebaut würden, sei angesichts der Abhängigkeit vom Erdöl und Gas "absolut nachvollziehbar". Auch in Deutschland würde das volkswirtschaftlich Sinn machen. Stattdessen gehe Deutschland einen Sonderweg gegenüber dem Rest der Welt.

Roels verteidigte, dass sein Konzern trotz Rekordgewinnen die Strompreise nicht senke. Ohne Gewinne könne ein Unternehmen nicht investieren. Und das tue RWE umfassend. "Wir investieren kräftig in den kommenden Jahren, allein zwölf Milliarden Euro in Deutschland", erklärte er. Er kündigte Investitionen in Deutschland in Höhe von zwölf Milliarden Euro in den kommenden Jahren an.

RWE war erst im November nach tagelangen Stromausfällen im Münsterland in die Kritik geraten. Experten warfen dem Unternehmen damals zu geringe Investitionen in die Stromnetze vor.

kaz/ddp/dpa/AFP/reuters

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