Wirtschaft



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10.02.2006
 

Komplizierte Reform

Platzeck will Mindest-Kombilohn-Mix

Die Kombilohn-Idee kommt von der Union, die SPD brachte Mindestlöhne ins Spiel. Jetzt kam SPD-Chef Matthias Platzeck in Großbritannien die Erkenntnis: Am besten sei die Kombination beider Modelle.

London - Die Einführung von Mindestlöhnen habe sich in Großbritannien und weiteren EU-Ländern bewährt und der Wirtschaft nicht geschadet, sagte Platzeck heute in London. Ein Mindestlohn könne auch in Deutschland zur besseren Existenzsicherung von Hunderttausenden von Arbeitnehmern beitragen. Zwei Tage lang hatte Platzeck Gespräche mit britischen Politikern geführt und war unter anderem auch mit dem britischen Premierminister Tony Blair zusammengetroffen.

Blair(l.), Platzeck: Lehren aus Großbritannien
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AP

Blair(l.), Platzeck: Lehren aus Großbritannien

"Wenn wir es ernst meinen, wieder für mehr Kinder zu sorgen, dann geht das nicht mit Stundenlöhnen von 2,50 Euro", erklärte Platzeck. Allerdings seien nicht alle Mindestlohn-Modelle, die es im Ausland gebe, auf Deutschland in vollem Umfang übertragbar. Der 1999 in Großbritannien eingeführte Mindestlohn für Arbeitnehmer wird regelmäßig angehoben und beträgt derzeit rund 1230 Euro monatlich.

Platzeck erklärte außerdem, das von der CDU/CSU favorisierte Kombilohnmodell mit zeitlich begrenzten staatlichen Zuschüssen für Geringverdiener sei für die Zeit am Anfang und am Ende eines Arbeitslebens geeignet.

Platzecks Besuch in Großbritannien war seine zweite Auslandsreise als SPD-Chef nach einem Besuch in Schweden.

kaz/dpa

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