Düsseldorf - Mehr Verlierer als Gewinner durch die Arbeitsmarktreform Hartz IV, das ist das Ergebnis der Studie, die heute in Düsseldorf vorgestellt wurde. Rund 60 Prozent der Haushalte, die vor der Reform Arbeitslosenhilfe bezogen hätten, müssten nun mit weniger Geld aus staatlicher Unterstützung auskommen.
Vor allem erwerbslose Partner von Vollzeitbeschäftigten gehören zu den Verlierern. Da das Partnereinkommen auf das Arbeitslosengeld II angerechnet werde, erhielten diese Arbeitslosen etwa 80 bis 90 Prozent weniger oder gar keine staatliche Unterstützung mehr, bilanzierte die Stiftung. Vor allem Frauen seien betroffen.
Zu den Gewinnern der Reform zählen laut Studie dagegen die Alleinerziehenden. Sie gehörten zu den rund 40 Prozent, die seit der Einführung von Hartz IV mehr Geld zur Verfügung hätten. Wer früher Arbeitslosenhilfe ohne zusätzliche Sozialhilfe erhielt, habe nach der Reform je nach Kinderzahl 18 bis 30 Prozent mehr Geld in der Tasche.
Der Studie zufolge ist die Armutsquote in Deutschland nach der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe insgesamt leicht gestiegen.
kaz/dpa
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