Brüssel/Böblinen - Der Automobilzulieferer Punch International sei an der Marke Smart interessiert, heißt es in belgischen Presseberichten. Punch-Vorstandschef Guido Dumarey sagte der Brüsseler Tageszeitung "De Standaard": "Ich finde es bedauerlich, dass das nun herausgekommen ist." Jedermann wisse, dass Punch International interessiert sei, aber der Zeitpunkt sei ungünstig.
Smart mit Sitz in Böblingen wollte sich zu einer möglichen Übernahme durch Punch International nicht äußern.
In den vergangenen Monaten kursierten immer wieder Gerüchte über Interessenten für Smart. Unter anderem hieß es, es gebe einen potentiellen Käufer aus Italien, der die Produktion nach Indien verlagern wolle. In Branchenkreisen gelten die meisten Angebote für Smart jedoch als unseriös oder unrealistisch. Berichten zufolge hat DaimlerChrysler
Verhandelt wird bereits mit einem britischen Konsortium, das unter dem Namen "Project Kimber" den im Zuge der Sanierung eingestellten Smart Roadster weiterbauen will.
Vor allem Großaktionäre des Stuttgarter Autokonzerns fordern einen Verkauf oder die Schließung von Smart, weil sie nicht mehr an die Sanierung der Marke glauben, die mehrere Milliarden Euro Verlust angehäuft haben soll.
Dagegen liegt der Konzern DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche zufolge mit der Sanierung von Smart im Plan. Bis 2007 soll die Marke schwarze Zahlen schreiben.
Die Punch-Gruppe stellt in Belgien und Osteuropa Plastik- und andere Teile für Autos her. Firmenchef Dumarey hatte der Zeitung im vergangenen Jahr gesagt, sein Traum sei der Bau eines Hybridautos mit Benzin- und Elektromotor. Den Namen Smart nannte er dabei nicht.
kaz/dpa
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