Von Kai Lange
Hamburg - Welche Folgen wird eine mögliche Eskalation im Atomstreit mit Iran haben? Wie wirkt sich ein steigender Ölpreis auf die Entwicklung Chinas aus? Werden riskante Wetten von Hedgefonds die Finanzmärkte erneut ins Wanken bringen?
Globale Risiken: Schwer kontrollierbare Verkettungen möglich
"Viele der Top-Risiken sind eng miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig", meint Suzanne Johnson, Chairwoman des Global Markets Institute von Goldman Sachs. "Die meisten Krisenfälle werden auch gravierende Konsequenzen haben - es ist lediglich unklar, wann und wie sie ausgelöst werden." Um den Risiken zu begegnen, sei weltweite Zusammenarbeit nötig. In der globalisierten Welt entwickeln viele Risikofaktoren eine solche Komplexität und Sprengkraft, dass es eine lange Zeit gemeinsamer Anstrengungen bedarf, um sie zu entschärfen.
Während die meisten Beoachter einem steigenden Ölpreis sowohl kurzfristig wie auch mittelfristig das höchste Risikopotential zusprechen, werden die Finanzspekulationen von Hedgefonds sowie die Gefahr weltweiter Seuchen als überschaubares Risiko angesehen.
Diese Reihenfolge dürfte nach den jüngsten Vogelgrippefällen erneut durcheinander geraten. Beleg dafür, dass sich die Top-Risiken kaum kalkulieren, geschweige denn beherrschen lassen.
Risiko Öl: Angst vor dem Domino-Effekt
Risiko Terror: Gewalt als Exportgut
Risiko US-Währung: Doppeldefizit bedroht den Dollar
Risiko China: Wenn Wachstum zu schnell wird
Risiko Regionalkonflikte: Gegenmodelle zum Kapitalismus
Risiko Protektionismus: Verpasste Gelegenheiten
Risiko Wohlstandsgefälle: Gefahr vom Rand der Gesellschaft
Risiko Klimawandel: Kyoto und die Kosten
Risiko Finanzinstrumente: Wunderwaffen und ihre Kollateralschäden
Risiko globale Seuche: Viren kennen keine Grenzen
Erstellt von manager-magazin.de
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