Köln - Der bisherige Arbeitgeberanteil soll dem Vorschlag entsprechend einmalig an die Beschäftigten ausgezahlt werden, die dann allein den weiterhin einkommensabhängigen Beitrag zahlen müssen, berichtet das Magazin "impulse" vorab in seiner neuesten Ausgabe. Sämtliche künftigen Beitragssteigerungen gingen also zu Lasten der Arbeitnehmer.
Damit käme Schmidt der Union bei der Konzeption der Gesundheitsreform ein gutes Stück entgegen. Denn die Abkoppelung der Gesundheitskosten von den Lohnnebenkosten ist der zentrale Gedanke des Prämienmodells der Union.
Schmidts Konzept sieht dem Magazin zufolge auch die Versöhnung mit dem SPD-Plan einer Bürgerversicherung vor. Dafür sei geplant, die Versicherungspflichtgrenze für gesetzlich Versicherte von derzeit 3938 Euro brutto monatlich deutlich anzuheben. Als Folge davon hätten die Kassen mehr Pflichtmitglieder. Zugleich sollen die privaten Krankenversicherer in den Finanzausgleich der gesetzlichen Kassen einbezogen werden, weil sie von den guten Risiken ihrer Versicherten profitieren.
mik/ddp
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