Hamburg - Bei der derzeit fälligen Maut werde die Güterbahn weitere Marktanteile an den Lkw-Verkehr verlieren, heißt es dem "manager magazin" zufolge in einem aktuellen Strategiepapier zum Transport- und Logistikbereich der Bahn. Das gelte sowohl für das deutsche Mautniveau von 12 Cent pro Fahrzeugkilometer als auch für die in Frankreich übliche Gebühr von 20 Cent.
Nur bei einer Maut auf Schweizer Niveau – 49 Cent – gewinne die Bahn hinzu. "Daher", so das Fazit der Deutschen Bahn, "sollte künftig eine europaweite Maut möglichst nahe am Schweizer Niveau liegen." In voller Konsequenz umgesetzt, liefe der Wunsch des Bahn-Managements auf eine Vervierfachung der deutschen Lkw-Maut hinaus.
"Das sind Feststellungen externer Experten, die in eins von vielen Strategiepapieren aufgenommen wurden. Damit ist aber keine politische Forderung verbunden", erklärte ein Bahn-Sprecher. Das Papier beruhe auf Untersuchungen, unter anderem von McKinsey, in denen unterschiedliche Szenarien von Mauthöhen durchgespielt würden. Im Übrigen habe der Schienengüterverkehr der Bahn im ersten Quartal dieses Jahres die Verkehrsleistung um einen zweistelligen Prozentsatz gesteigert. Im vergangenen Jahr hat der Schienengüterverkehr in Deutschland insgesamt um 4,5 Prozent zugelegt.
Eine Erhöhung der Lkw-Maut würde auch das Unternehmes selbst belasten. Mit ihrer Tochter Schenker besitzt die Bahn eine der größten Lkw-Speditionen des Kontinents und ist nach eigenen Angaben der Marktführer im europäischen Landverkehr. Es gebe einzig und allein wissenschaftliche
ase
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