Herzogenaurach – Einen "glänzenden Start" habe die Adidas
-Gruppe hingelegt, sagte Konzernchef Herbert Hainer bei der Bilanzvorlage. Der Überschuss stieg im ersten Quartal des laufenden Jahres im Vergleich zum Vorjahresquartal um 37 Prozent auf 144 Millionen Euro und lag damit deutlich über den von Analysten erwarteten 128,4 Millionen Euro. Dank der erstmaligen Konsolidierung von Reebok sprang der Umsatz um 47 Prozent nach oben auf 2,459 Milliarden Euro. Analysten hatten nur mit 2,33 Milliarden Euro gerechnet.
Auch für das Gesamtjahr 2006 geht Adidas von einem prozentual zweistelligen Gewinn- und Umsatzwachstum aus. Adidas mache Fortschritte bei der Integration von Reebok und sei für die in vier Wochen beginnende Fußball-Weltmeisterschaft gut aufgestellt, sagte Hainer.
Die Tochter Reebok, die Adidas Ende Januar für 3,2 Milliarden Euro übernommen hatte, entwickle sich deutlich besser als die Auftragsbestände erwarten ließen, sagte Hainer. Ende März lag der Auftragsbestand der Amerikaner - der wichtigste Indikator für künftiges Wachstum - währungsbereinigt um 14 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Für Februar bis Dezember wird ein Umsatzrückgang im mittleren einstelligen Bereich erwartet. Dennoch soll Reebok laut Aussage Hainers zum Jahresende wieder einen positiven Auftragsbestand haben. Bis dahin soll Reebok zum Gewinn der Adidas-Gruppe beitragen.
Deutlich besser als die US-Tochter Reebok entwickelte sich die wichtigste Konzernmarke Adidas. Der Auftragsbestand lag dank vieler Bestellungen von Produkten zur Fußball-Weltmeisterschaft um zwölf Prozent über dem des Vorjahresquartals. Im Gesamtjahr wird ein währungsbereinigtes Umsatzplus im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet. Adidas ist Hauptsponsor der Fußball-WM und rüstet unter anderem Gastgeber Deutschland aus. Mit Fußballprodukten will Adidas in diesem Jahr etwa 1,2 Milliarden Euro umsetzen.
Die Adidas-Aktie legte zum Handelsstart an der Frankfurter Börse um 1,37 Prozent auf 169,70 Euro zu und setzte sich damit an die Dax-Spitze, nachdem sie bereits am Vortag in Erwartung guter Zahlen kräftig gestiegen war.
"Das sind durch die Bank super Zahlen", sagte Analyst Nils Lesser von Merck, Finck & Co. Die Marke Reebok habe sich besser als erwartet entwickelt. Die Hauptmarke Adidas entwickle sich prächtig und nehme dem Hauptkonkurrenten Nike Marktanteile ab.
ank/rtr/dpa-AFX
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