Frankfurt am Main - Die Jobs werden etwa zur Hälfte bei der Bausparkassen-Tochter BHW wegfallen, berichtet heute die "Börsenzeitung". Alle Stellenstreichungen sollen demnach über freiwilliges Ausscheiden aus dem Unternehmen oder über den vorzeitigen Ruhestand erreicht werden.
Erst am Mittwoch hatte die Bank-Tochter der Post nach Verhandlungen mit Arbeitnehmern und Gewerkschaften mitgeteilt, bis Ende 2008 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Das Geldhaus wolle zudem Anreize bieten, um Mitarbeiter bei Verlagerungen von Tätigkeiten zu einem Wechsel in eine andere Stadt zu motivieren. Auch seien attraktive Abfindungs- und Vorruhestandsregelungen geplant.
Zu etwaigen Stellenstreichungen wollte sich ein Postbank-Sprecher nicht äußern und verwies auf die noch ausstehende, für den 1. Juni erwartete Zustimmung des Konzernbetriebsrats.
Offen ist, ob durch den Stellenabbau weitere finanzielle Lasten auf die Postbank zukommen. Das Geldhaus hat bereits im vergangenen Jahr 93 Millionen Euro Rückstellungen für die Integration verbucht. Die Postbank hatte die BHW, Deutschlands zweitgrößte Bausparkasse, zum Jahreswechsel für rund 1,8 Milliarden Euro gekauft. Zusammen hat der Konzern mehr als 14 Millionen Kunden. Postbank-Chef Wulf von Schimmelmann hatte stets gesagt, im Zuge der Zusammenführung würden Doppelarbeiten etwa in der Verwaltung abgebaut.
Zudem hatte die Postbank kürzlich 850 Filialen der Post mit 9500 Beschäftigten übernommen. Bei der Bausparkasse BHW arbeiten rund 3500 Mitarbeiter, der Postbank-Konzern kommt insgesamt auf etwa 23.000 Beschäftigte.
kaz/AFP/Reuters
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