New York – Die Google-Macher sitzen keine Sekunde still, so scheint es. Ständig kommt das umtriebige Dotcom-Unternehmen mit neuen Ideen auf den Markt, die meistens auch direkter Angriff auf die Konkurrenz sind. Zurzeit zeigen die Suchmaschinenbetreiber vor allem dem Softwareriesen Microsoft
die Zähne: Vor kurzem wartete Google
mit einer neu konzipierten Such-Software für Unternehmen auf und zeigte damit seinen Willen, künftig verstärkt auf dem Softwaremarkt expandieren zu wollen. Gestern nun gab Google einen wesentlich bedeutenderen Coup bekannt: die Kooperation mit dem Computer-Hersteller Dell
.
Der weltgrößte Computer-Bauer will nun Rechner mit Software von Google ausstatten, die schon ab Ende dieses Monats an kleinere und mittlere Unternehmen ausgeliefert werden sollen. Die Computer sollen eine Reihe von PC-Anwendungen, eine Google-Leiste sowie eine mit beiden Marken bezeichnete Internetseite auf den Desktop bekommen. Auch einigen Großunternehmen würden die Systeme angeboten. "Vermutlich kommt auch noch mehr", erklärte Google-Chef Eric Schmidt. Dies sei nur die erste von mehreren Vereinbarungen.
Der Pakt dürfte den Softwareriesen Microsoft hart treffen, der bisher den PC-Herstellern noch weitgehend diktieren konnte, welche Software sie auf ihren Rechnern installieren. Und nur wenige Kunden machen sich die Mühe, bereits installierte Programme zu tauschen, so zumindest das Kalkül der Konkurrenten.
Doch auch Google sieht sich zurzeit aus allen Richtungen von Konkurrenten angegriffen. Zwar stach das Internetunternehmen Microsoft beim Wettbieten um einen Einstieg beim Internetprovider AOL
aus. Kurze Zeit später verkündete Microsoft-Chef Steve Ballmer jedoch, satte 1,6 Milliarden in sein Online-Geschäft pumpen zu wollen. Damit soll die hauseigene Suchmaschine Live Search zu einem ernstzunehmenden Wettbewerber für Google ausgebaut werden, außerdem soll kräftig Geld in das Internet-Portal MSN gesteckt werden.
Yahoo und eBay: Gemeinsam gegen Google
Nun haben sich auch noch die Internetkonkurrenten Yahoo
und eBay gegen Google verschworen. Sie gaben gestern eine umfassende Partnerschaft bei Internet-Werbung, Bezahlsystemen und Internet-Telefonwerbung bekannt: Yahoo-Funktionen sollen in eine eBay-Toolbar integriert werden, das eBay-Zahlsystem PayPal soll außerdem bevorzugtes Zahlsystem für Käufe auf Yahoo-Seiten werden. PayPal hat allein in den USA 73 Millionen Konten.
Kunden der beiden Internetunternehmen sollen außerdem die Möglichkeit erhalten, beim Yahoo-Messenger und beim Internet-Telefonanbieter Skype von eBay direkt telefonisch auf Verkaufs-Anzeigen zu reagieren. Die Firmen wollen die neuen Initiativen noch in diesem Jahr anlaufen lassen. Es werde allerdings erst eine Testphase während der kommenden Monate geben. Die volle Umsetzung sei für 2007 geplant.
Wie wichtig solche Vereinbarungen für Internetunternehmen sind, zeigte die Reaktion der Wall Street auf den Anti-Google-Pakt. In den vergangenen Monaten hatten die eBay- und Yahoo-Aktien angesichts des starken Konkurrenzdrucks durch den enormen Google-Erfolg mit Internet-Anzeigen erheblich an Boden verloren. Zudem schien Google zunehmend in eBay-Territorium vordringen zu wollen: Mit dem derzeit als Testversion verfügbaren Kleinanzeigendienst macht Google dem Internetauktionshaus schon jetzt Konkurrenz, und auch an einem Google-Bezahlsystem – das gegen den eBay-Dienst PayPal in Wettbewerb treten könnte - wird gewerkelt.
Nach der Nachricht, dass eBay nun mit Yahoo gemeinsame Sache machen will, schossen die Aktien des Auktionshauses gestern nun wieder um 12,19 Prozent auf 33,88 Dollar in die Höhe. Der Yahoo-Aktienkurs zog um 3,55 Prozent auf 32,92 Dollar an.
20 Millionen deutsche eBay-Nutzer
Wie eBay-Geschäftsführers Stefan Groß-Selbeck sagte, wird sich die strategische Partnerschaft von eBay und Yahoo nicht auf den deutschen Markt auswirken. Hierzulande befindet sich eBay aber trotzdem auf Wachstumskurs. Vom ersten Quartal 2005 bis zum ersten Quartal 2006 konnte das Internet-Auktionshaus seinen Umsatz in Deutschland um 19 Prozent steigern, wie das Unternehmen mitteilte.
Den Jahresumsatz 2005 gab eBay mit 691 Millionen Dollar an. Das Handelsvolumen sämtlicher Waren und Dienstleistungen, die im vergangenen Jahr auf seinem deutschen Online-Marktplatz gehandelt wurden, bezifferte das Unternehmen mit 8,5 Milliarden US-Dollar. Im Durchschnitt seien ständig mehr als 8,8 Millionen Artikel bei der deutschen Ausgabe von eBay eingestellt gewesen.
Mit "eBay Express" will das Unternehmen im Herbst eine neue Internetplattform an den Start bringen. Das Angebot richte sich an Kunden, die innerhalb kurzer Zeit Neuware von Profi-Verkäufern ordern wollten, sagte Groß-Selbeck. Bei "eBay Express" werde es keine Auktionen, sondern ausschließlich Festpreis-Angebote gewerblicher Anbieter geben. "Damit wollen wir auch Verkäufer für den Vertriebskanal eBay gewinnen, die bisher noch nicht bei uns anbieten", erklärte er.
20 Millionen Nutzer sind nach eBay-Angaben bei der deutschen Ausgabe registriert. Jeder zweite Internetnutzer surft danach zumindest einmal im Monat bei eBay. Die größten eBay-Kategorien sind die Auto/Motorrad- sowie die Computer-Rubrik: Alle drei Minuten wechsele hier ein Auto seinen Besitzer, alle neun Sekunden werde eine Festplatte versteigert oder verkauft.
ase/AP/dpa/Reuters
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Wir speichern sogar unternehmenskritische Dokumente, wie Konzepte, Kalkulationen etc., bei Google, da verteiltes Arbeiten mit deren Tools so locker von der Hand geht, wie nirgends sonst. Und ganz ehrlich, bisher hat Google [...] mehr...
Für viele Politiker ist das Internet und damit Google immens gefährlich! Kann man doch dort den Wahrheitsgehalt vieler ihrer Aussagen überprüfen und auch entgegengesetzte Meinungen kennen lernen. Seit es Google gibt, habe ich [...] mehr...
... die bei google lachen sich tot über eine solche klage und verkaufen munter die gesammelten daten weiter. ... also wer persönliche daten, wie emails und auch noch dokumente online bei google speichert, dem ist wirklich [...] mehr...
und natürlich werden das die Datemlemminge bald erkennen.. und dann geht es einfach dahin Global Wealthnivilation.. das ist der Plan ..und Microcreditsysteme (P2P) Ein Jahrzehnt der Kriege mehr...
Mag ja sein, dass meine Daten (Emails, Dokumente) nicht sicher sind, wenn ich sie bei Google lagere. Aber wo sind sie denn sicherer? Auf meiner Festplatte und dann immer mit USB-Stift rumtragen? Oder auf DVD? Oder vielleicht [...] mehr...
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