Hamburg - Die Beschäftigten der Volkswagen-Tochter Auto 5000 erhalten ab 1. Juli wie in der Metallindustrie Lohn- und Gehaltserhöhungen in Höhe von drei Prozent. Zudem sollen die mittlerweile rund 3800 Mitarbeiter eine Einmalzahlung in Höhe von 310 Euro für die Monate April, Mai und Juni bekommen. Darauf verständigten sich IG Metall und Auto 5000 nach mehr als 25-stündigen Tarifverhandlungen in Wolfsburg, wie die Gewerkschaft heute mitteilte. Die Vereinbarung läuft bis 30. April 2007.
Zum 1. April 2007 zahlt das Unternehmen den Angaben zufolge jedem Beschäftigten außerdem einen Rentenbaustein in Höhe von monatlich 27 Euro zur zusätzlichen individuellen Altersvorsorge. Mit der Forderung nach Ausweitung der pauschalen Wochenendarbeit habe sich das Unternehmen nicht durchsetzen können, hieß es. Zur weiteren flexiblen Gestaltung der Arbeitszeit wird unter anderem der Korridor für die Arbeitszeitkonten ausgeweitet.
IG-Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine wertete den Kompromiss als "Erfolg einer selbstbewussten und engagierten Belegschaft". Mit drei Prozent mehr Geld werde die Gleichbehandlung von Auto 5000, wo derzeit der VW Touran produziert wird, mit der Metallindustrie ohne Abstriche erreicht. Mit dem Rentenbaustein habe die IG Metall zudem ein Element der qualitativen Tarifpolitik durchgesetzt. Die IG Metall hatte Einkommenserhöhungen von fünf Prozent gefordert.
Das IG-Metall-Tarifsystem für das VW-Projekt 5000 mal 5000 war im August 2001 zwischen IG Metall und Volkswagen vereinbart worden. Es sieht eine einheitliche Entlohnung der Beschäftigten auf dem Niveau des Flächentarifvertrags der Metallindustrie in Niedersachsen und eine hoch flexible 35-Stunden-Woche vor.
kaz/ddp
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