London - Die Firma werde die Zeche bezahlen, versicherte der Chef der Weinhandlung Matthew Clark seinen Mitarbeitern, wie die britischen Tageszeitungen "Times" und "Guardian" berichteten. Eine durchaus großzügige Offerte: Immerhin bis zu acht Flaschen Wein pro Mitarbeiter wollte der Händler übernehmen.
Die Motivation für die Einladung war natürlich eigennützig. Denn auf diese Weise sollte der Eindruck vermittelt werden, dass die Weine von Matthew Clark bei der Pub-Kundschaft besonders beliebt sind. Der Trick sei jedoch aufgeflogen, weil die E-Mail an Adressaten außerhalb der Firma weitergeleitet wurde, berichten "Times" und "Guardian".
Die Restaurantkette mit insgesamt 650 Niederlassungen will nun prüfen, ob die Absatzzahlen tatsächlich verfälscht wurden. Eine Matthew-Clark-Sprecherin sagte dem "Guardian", dass sich nur 45 Mitarbeiter beteiligt hätten.
Nach Informationen der "Times" geht es bei dem Vertrag um ein Geschäft im Wert von rund 120 Millionen Euro. Damit hätte sich die Methode im Erfolgsfall durchaus gerechnet: Selbst wenn jeder der 300 Mitarbeiter tatsächlich acht Flaschen gekauft und abgerechnet hätte, wären Matthew Clark nur Kosten von rund 25.000 Euro entstanden.
mik/dpa
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