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09.08.2006
 

Bankvergleich

Wo das Konto gratis ist

Grundgebühr, Überweisungskosten, Porto für die Kontoauszüge - bei vielen Banken zahlen Kunden mehr als 100 Euro im Jahr für ihr Girokonto. Das muss nicht so sein - ein Überblick nennt die derzeit günstigsten Geldinstitute.

Jeder vierte Bankkunde ist mit seinen hohen Bankgebühren unzufrieden, ergab eine Studie des Marktforschungsinstituts TNS Emnid im vergangenen Jahr. Angesichts der vielfach hohen Gebühren kein Wunder. Eine Auswertung von FINANZtest zeigt, wo Bankkunden sparen können.

Anhand von zwei Modellkunden wurden 141 Gehalts- und Rentenkonten von 62 Banken geprüft. Der Test zeigt: Es gibt enorme Unterschiede. Ein Filialkunde kann für sein Girokonto rund 170 Euro im Jahr zahlen. Er bekommt es aber auch zum Nulltarif: Bei immerhin 34 Angeboten müssen die Kunden keine monatliche Grundgebühr zahlen. Zusätzlich erhalten sie die ec-Karte kostenlos.

EC- und Kreditkarte inklusive

Testsieger sind die Wüstenrot Bank mit dem Konto Topgiro und die Deutsche Kreditbank (DKB) mit dem Onlinekonto Cash. Auch die Kreditkarte ist bei den beiden überregionalen Spitzenreitern inklusive, die Kontoführung nicht an Voraussetzungen wie ein Mindesteinkommen geknüpft. Genauso gut wie die bundesweiten Sieger schnitten viele PSD- und Sparda-Banken ab. Ihr Angebot gilt aber nur für Kunden, die im Geschäftsgebiet der Bank wohnen.

Treue aus Bequemlichkeit

Viele scheuen den Wechsel zu einer günstigen Bank. Vielleicht sind gute Kontakte zu den Bankmitarbeitern oder langjährige Verbundenheit Gründe für die Kundentreue. Doch auch die Bequemlichkeit spielt eine Rolle: Für 42 Prozent der Kunden sind die Formalitäten das größte Wechselhindernis, ergab die Studie von TNS Emnid.

Banken helfen

Dabei ist der Wechsel gar nicht so mühsam. Empfehlenswert ist er vor allem für Kunden, die derzeit inklusive Kreditkartengebühr mehr als 80 Euro im Jahr für ihr Filialkonto oder mehr als 40 Euro für ihr Onlinekonto zahlen. Schließlich bieten jeweils rund die Hälfte der Banken im Test günstigere Konten an. Beim Kontowechsel müssen zwar alle Daueraufträge umgestellt und Arbeitgeber, Vermieter und Versicherer über die neue Kontoverbindung informiert werden, doch die meisten Banken bieten Unterstützung. Einen umfassenden Wechselservice bieten viele Sparda-Banken: Sie leiten den Auftrag zur Schließung des bisherigen Kontos weiter, lösen das alte Konto auf und ziehen das Guthaben ein. Außerdem richten sie die bisherigen Daueraufträge für das neue Konto wieder ein.

Blick auf den Kontoauszug

Das Konto zu wechseln, ist eine Sparmöglichkeit. Doch manche Kunden können auch die Kosten bei der aktuellen Bankverbindung senken. Dafür lohnt es sich, anhand der Kontoauszüge zu überprüfen, welche Gebühren anfallen und was die Kosten in die Höhe treibt. Denn auch wenn eine Bank eine Pauschalabrechnung für das Konto anbietet, kann es sein, dass die Kunden für einzelne Buchungen zusätzlich zahlen.

(C) "FINANZtest" 8/2006

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