Wirtschaft



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17.08.2006
 

Energiekosten

E.on erhöht Gaspreise um zehn Prozent

Nach der angekündigten Erhöhung der Strompreise zum Jahreswechsel müssen Verbraucher künftig auch mehr für Gas bezahlen. Fünf der sieben deutschen Regionalversorger des Energiekonzerns E.on wollen ihre Gaspreise erneut anheben.

Berlin - Die Preiserhöhung solle ab Oktober gelten, kündigten die Unternehmen E.on Bayern, E.on Avacon, E.on edis, E.on Westfalen Weser und E.on Mitte an. Ein Sprecher der Muttergesellschaft E.on Energie AG sagte, die Erhöhungen würden im Schnitt fünf bis zehn Prozent betragen. Die Preisanhebungen seien mit dem in den vergangenen Monaten gestiegenen Ölpreis zu erklären.

Gaszähler: 14,50 Euro Mehrkosten im Monat
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DPA

Gaszähler: 14,50 Euro Mehrkosten im Monat

Mit der Preiserhöhung ab Oktober würden ausschließlich die gestiegenen Beschaffungskosten weitergegeben, erläuterten auch verschiedene Regionalversorger des Konzerns. Zudem könnten sich die Preise noch durch die mögliche Senkung der Netznutzungsentgelte durch die Regulierungsbehörden, die dann weitergegeben würden, noch einmal ändern.

E.on Bayern erklärte, für einen mit Erdgas beheizten Vierpersonen-Haushalt mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden (kWh) Erdgas erhöhten sich die Kosten durch die Preisanhebung inklusive Mehrwertsteuer um rund zehn Prozent. Dies seien rund zehn Euro pro Monat. Bei E.on Avacon hieß es, bei einem Verbrauch von 3000 kWh im Jahr zahle der Kunde monatlich gut 1,50 Euro mehr, bei 14.000 kWh seien es rund sieben Euro und bei einem Jahresverbrauch von 30 000 kWh etwa 14,50 Euro Mehrkosten im Monat.

Bei der Berliner Gasag ist einem Bericht der "Berliner Zeitung" zufolge noch keine Entscheidung über eine weitere Preisanpassung zum 1. Oktober gefallen. Dem Unternehmen zufolge werde die Marktentwicklung allerdings weiter beobachtet, schreibt das Blatt. Auch bei den regionalen Versorgungstöchtern des Essener RWE-Konzerns sei nach Angaben eines Unternehmenssprechers noch nicht entschieden, ob und in welcher Dimension die Gaspreise ab Oktober angehoben würden.

Neben den Gaspreiserhöhungen hatten die Regionalversorger von E.on in dieser Woche zudem eine Anhebung der Strompreise zum Jahreswechsel angekündigt. Auch der größte deutsche Stromerzeuger RWE hat bereits höhere Strompreise ab 2007 beantragt. Vattenfall Europe will unterdessen zum Jahreswechsel lediglich die höhere Mehrwertsteuer auf die Tarife aufschlagen. Eine darüber hinaus gehende Erhöhung sei frühestens zum 1. Juli 2007 vorgesehen.

Angesichts der stark gestiegenen Gewinne der vier großen deutschen Konzerne E.on, RWE, Vattenfall Europe und EnBW stießen bereits die Pläne für die Erhöhung der Strompreise auf Kritik von Verbraucherschützern und Politikern. Sie warfen den Unternehmen die Ausnutzung einer Monopolstellung vor.

Ralf Beunink, ddp

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