Tokio - Alle fünf Jahre legen die Statistiker des Landes einen neuen Warenkorb zur Berechnung der amtlichen Preissteigerung fest. Abhängig von der jeweiligen Gewichtung der Preise wollen sie herausfinden, wie hoch die Inflation, also Geldentwertung, ist.
Bisher waren Stifte, Nähmaschinen und Konserven-Pfirsiche im japanischen Preisindex vertreten - nun müssen sie weichen. Auch Videokassetten und Kinder-Strumpfhosen fliegen aus dem Index.
Zur Berechnung der Lebenshaltungskosten kommen Waren hinzu, die Japaner deutlich häufiger nutzen. Dazu gehört nicht nur Sushi, das auf Tellerchen per Transportbändern im Restaurants an den Kunden vorbeirauscht. Ebenso neu im Index: Flachbildschirme und DVD-Rekorder. Insgesamt kommen 34 Produkte hinzu, 48 fliegen raus aus dem Index oder werden zusammengefasst.
Ökonomen erwarten, dass der Preisindex durch die Umstellung um 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte sinkt. Trotzdem rechnen sie nicht damit, dass sich der Trend hin zu steigenden Preisen aufhalten lässt und sich Japan damit weiter von der Ära der Deflation entfernt.
tim/Reuters
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