Wirtschaft



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24.08.2006
 

Stellenabbau

Agfa will 2000 Jobs streichen

Parallel zu guten Geschäftszahlen präsentierte der Fotokonzern Agfa heute eine Schreckensnachricht für die Mitarbeiter: Rund 2000 Stellen will der Fotokonzern streichen.

Antwerpen - Fast die Hälfte der Stellen - insgesamt 945 - sollen am den Firmensitz Mortsel bei Antwerpen gestrichen werden, berichtete die Nachrichtenagentur Belga. Der restliche Arbeitsplatzabbau betrifft Europa und die übrige Welt. Derzeit arbeiten weltweit rund 14.000 Menschen für den Konzern.

Agfa hatte im Juni angekündigt, bis 2008 jährlich 250 Millionen Euro einsparen zu wollen. Damals spaltete sich der Konzern in drei unabhängige Firmen auf: Gesundheit, Grafik und Materialien. Der Traditionskonzern wandelt sich schon seit dem Börsengang vor sieben Jahren, um seine Produkte von der analogen auf die digitale Technologie umzustellen.

Der größte Schnitt erfolgte 2004 mit dem Verkauf der Fotofilmsparte, die besonders unter dem starken Wettbewerb der Digitalfotografie litt. Die Agfa-Photo GmbH mit Sitz in Leverkusen hat mittlerweile Insolvenz angemeldet. In seinen traditionellen Geschäftsbereichen konkurriert Agfa etwa mit Kodak und Fuji, im Bereich Gesundheit mit Siemens, Philips und General Electric.

Die Restrukturierung des Konzerns zeigt Wirkung. Im zweiten Quartal konnte Agfa seinen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 43 Prozent auf 77 Millionen Euro steigern, wie das Unternehmen heute parallel zu seinen Jobabbauplänen mitteilte. Branchenexperten hatten im Schnitt rund 25 Millionen Euro weniger erwartet. Der Nettogewinn kletterte unerwartet um 40 Prozent auf 28 Millionen Euro. Der Umsatz lag mit 859 Millionen Euro indes unter den Erwartungen der Analysten. Der Aktienkurs des Foto-Unternehmens kletterte heute um knapp zehn Prozent.

ase/dpa/reuters

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