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30.09.2006
 

Fehler des Herstellers

Künstliche Hüftgelenke rosten im Körper

Zahlreiche Patienten mit künstlichen Hüftgelenken müssen sich wohl schneller als gedacht einer neuen Operation unterziehen: Eine österreichische Medizintechnik-Firma hat fehlerhafte Implantate vertrieben - und muss nun mit Schadenersatzprozessen rechnen.

Wien - Die österreichische Firma Falcon Medical hat das künstliches Hüftsystem, das bei bestimmten Patienten im Körper anfängt zu rosten und zerbrechen kann, in den Jahren 2003 bis 2005 vertrieben.

Nach einem Bericht des "Handelsblatts" haben sich 2500 Patienten in Deutschland, Österreich und Italien das schadhafte Implantat einbauen lassen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn hat bereits entsprechende Warnhinweise veröffentlicht.

Josef Riedel, Geschäftsführer von Falcon Medical, bedauert laut Zeitungsbericht den Fehler: "Die Operation, um das Implantat auszutauschen, dauert in der Regel eine Stunde", sag t er. "Aber für jeden Patienten ist eine weitere Operation natürlich eine große Belastung."

Er rechnet damit, dass 80 Prozent der Implantate weiter einwandfrei funktionieren werden, da eine "Versprödung des Materials" nur unter bestimmten Konstellationen beobachtet worden sei.

Das Unternehmen versucht derzeit, sich mit den bisher Betroffenen auf Schadenersatzzahlungen zu einigen. In Deutschland haben Patienten bereits erste Prozesse gegen den österreichischen Hersteller angestrengt.

itz

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