Peking - Airbus-Chef Louis Gallois teilte am Rande des Staatsbesuches von Frankreichs Präsident Jacques Chirac in Peking mit, dass der Deal geschlossen wurde. Zusätzlich sei eine Option für 20 Flugzeuge des Typs A350 vereinbart worden. Das Montagewerk für den A320 solle in Tianjin nahe der Hauptstadt Peking errichtet werden. Es ist das erste Airbus-Werk dieser Art außerhalb Europas.
Wegen der Lieferverzögerung beim Großraumflieger A380 ist Airbus und der Mutterkonzern EADS
Zudem hat die neue US-Billigfluglinie Skybus bei Airbus 65 Flugzeuge des Typs A319 bestellt. Laut Katalog läge der Kaufpreis bei insgesamt 3,1 Milliarden Euro, hieß es. Die Maschine kann 124 Passagiere transportieren. Skybus mit Sitz im US-Bundesstaat Ohio geht Anfang 2007 an den Start.
Die chinesische Führung bringt lukrative Industrieaufträge für ausländische Firmen oft im Rahmen größerer Staatsbesuche unter Dach und Fach. So hatte China während des Frankreich-Besuches seines Ministerpräsidenten Wen Jiabao im Dezember 150 Airbus-Maschinen im Wert von zehn Milliarden Dollar bestellt. Der damalige Auftrag war ungefähr gleich groß wie eine ähnliche Bestellung beim US-Erzrivalen Boeing
, der bislang den chinesischen Flugzeugmarkt dominiert. Etwa zwei von drei chinesischen Maschinen stammen derzeit von Boeing.
Zuvor war Chirac mit militärischen Ehren von Chinas Präsident Hu Jintao in Peking empfangen worden. Im Mittelpunkt des viertägigen Besuchs von Chirac stehen vor allem engere Wirtschaftsbeziehungen und der Abschluss von milliardenschweren Aufträgen für die französische Industrie. Zum Auftakt seiner wahrscheinlich letzten größeren Auslandsreise als französisches Staatsoberhaupt würdigte Chirac den zunehmenden Einfluss Chinas in der internationalen Politik.
tim/Reuters/dpa/AFP
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