Washington - Der aktuellen Statistik des US-Handelsministeriums zufolge kostete ein Eigenheim in den USA im September durchschnittlich 217.100 Dollar - die Preise sind damit auf dem niedrigsten Stand seit September 2004 gesunken. Noch deutlicher aber wird die Dramatik der Entwicklung, wenn man die die Kurve des Wertverfalls betrachtet: Ein Minus von 9,7 Prozent innerhalb eines Jahres gab es seit 1970 nicht mehr.
Der Wertverlust gebrauchter Häuser ist nicht minder deutlich. Um 2,5 Prozent sanken die Preise in den vergangenen vier Wochen - der stärkste Rückgang seit der statistischen Erfassung der Preise.
Experten befürchten, dass die Zahlen ein Indiz für das Ende der Immobilien-Haussee darstellen könnten, die in den vergangenen fünf Jahren einen entscheidenden Anteil am Wirtschaftswachstum hatte. Als ein weiteres Indiz für diese These werten Pessimisten die Zinspolitik der US-Notenbank. Diese hat bereits die dritte Sitzung in folge keine Zinserhöhung beschlossen.
Allerdings seien auf der anderen Seite auch keine Anhaltspunkte dafür zu erkennen, die auf eine Senkung der Zinsen hindeuteten, schreibt die "New York Times". Nach wie vor stuften die Notenbanker die Gefahr einer Inflation zu hoch ein.
mik/AP
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