Hamburg - Das Online-Kontaktnetz Open Business Club (OpenBC), das neuerdings Xing heißt und sich seit dem Wochenende mit einem neuen Auftritt im Netz präsentiert, strebt bei seinem Börsengang einen Erlös im dreistelligen Millionenvolumen an. Große Fondsgesellschaften im In- und Ausland hätten Interesse an dem Debüt gezeigt, sagte Firmenchef Lars Hinrichs der "Financial Times Deutschland" (FTD). "Wir würden sie gern an dem Börsengang beteiligen, und das geht nur bei einem entsprechend hohen Emissionsvolumen." Dass das Volumen über 100 Millionen Euro liegen werde, schloss Hinrichs nicht aus.
OpenBC-Gründer Hinrichs: "Anleger wollen in Internetunternehmen der zweiten Generation investieren"
"Anleger wollen in Internetunternehmen der zweiten Generation investieren und suchen Gebührenmodelle wie unseres, bei dem Nutzer vor Erhalt der Leistung bezahlen", sagte Hinrichs der FTD. Der von OpenBC angestrebte Börsenwert beträgt ein hohes Vielfaches des Umsatzes, der vergangenes Jahr nur 6 Millionen Euro erreicht hatte.
Mit dem Börsengang will das Unternehmen vor allem das weitere Wachstum unterstützen. "Nach dem Börsengang haben wir die Möglichkeit, unsere Aktie als Akquisitionswährung einzusetzen", sagte Hinrichs bei Bekanntgabe der Pläne, an die Börse zu gehen. Dies sei Teil der geplanten Wachstumsstrategie. International wolle das Unternehmen in Europa, in den USA und in Asien wachsen.
OpenBC alias Xing setzt auf ein beitragsfinanziertes Geschäftsmodell. Derzeit nutzen rund 13 Prozent der 1,5 Millionen registrierten Mitglieder das kostenpflichtige, erweiterte Leistungsangebot der Premium-Mitgliedschaft. Die Zahl der Premium-Mitglieder solle auch durch die Einführung neuer Funktionen der Plattform weiter gesteigert werden. Vor diesem Hintergrund standen auch die - umstrittene - Umbenennung und der Relaunch. Die Mitgliederzahl ist nach Angaben des Unternehmens im dritten Quartal 2006 um rund 23 Prozent gewachsen.
kaz/Dow Jones/dpa-AFX
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