Washington - Das US-Heimatschutzministerium bestätigte, dass eine Warnung an die Finanzbranche herausgegeben wurde. Darin heißt es, die Gruppe könne bereits ab heute zuschlagen. Die Warnung gelte für den gesamten Dezember. Allerdings wurde später mitgeteilt, es gebe keinerlei Grund anzunehmen, dass die Drohung der Extremistengruppe glaubwürdig sei.
Eine mit der Warnung vertraute Person sagte, al-Qaida wolle wahrscheinlich die Datenbanken für den US-Online-Aktienhandel sowie die Internetseiten von Banken in den USA angreifen und zerstören. Der Cyber-Angriff solle als Rache der Terrororganisation gegen die USA für das Festhalten von Verdächtigen in dem US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba gelten. Hinter der Drohung steht der Warnung zufolge eine Gruppe, die sich selbst Anhiar al-Dollar nennt, was so viel bedeutet wie "Zusammenbruch des Dollars".
Die Finanzwelt hielt sich nach der Warnung bedeckt. An den Märkten gab es im Prinzip keine Reaktion. Experten sagten, es sei leichter gesagt als getan, in die Datenbanken von Finanzinstitutionen einzudringen. Sie äußerten deutliche Zweifel daran, dass al-Qaida tatsächlich entsprechende Internet-Seiten schädigen könnte.
als/Reuters
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