Wirtschaft



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03.01.2007
 

Gasstreit

Weißrussland verlangt Gebühr für russisches Öl

Trotz der Einigung über die neuen Lieferpreise geht der Gasstreit zwischen Russland und Weißrussland weiter. Der weißrussische Präsident Lukaschenko rügte das Verhalten der russischen Führung. Sein Land kündigte zudem eine Durchleitungsgebühr für russisches Öl an.

Hamburg - Weißrusslands Ministerpräsident Sergej Sidorski erklärte in einer Pressekonferenz, sein Land erhebe rückwirkend vom 1. Januar eine Durchleitungsgebühr für russisches Öl von 45 Dollar (34 Euro) pro Tonne. Im vergangenen Jahr transportiere Russland nach Angaben der Regierung in Minsk nahezu 79 Millionen Tonnen Öl durch weißrussische Pipelines an Drittländer.

Zuvor hatte Präsident Alexander Lukaschenko die russische Regierung wegen der Gaspreiserhöhung scharf angegriffen und das Verhalten Moskaus als "schamlos" bezeichnet.

Am Neujahrsmorgen hatten der russische Energiekonzern Gazprom und Weißrussland einen neuen Fünfjahresvertrag unterzeichnet, der die weitere Versorgung mit Erdgas sicher stellt. Danach zahlt Weißrussland in diesem Jahr 100 Dollar je 1.000 Kubikmeter Erdgas. Das sind fünf Dollar weniger, als Gasprom gefordert hatte, aber mehr als doppelt so viel wie bisher.

Die Vereinbarung sieht auch vor, dass Gasprom einen Anteil von 50 Prozent an der weißrussischen Pipeline-Gesellschaft Beltransgaz erwirbt. Dafür zahlt Gasprom einen Barbetrag in noch nicht bekannter Höhe. Gasprom hatte damit gedroht, zum 1. Januar die Erdgaslieferungen an Weißrussland einzustellen, wenn keine neue Preisvereinbarung zustande komme.

bri/AP

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