Berlin - "Wir haben in der ersten Januarhälfte einen Umsatzeinbruch von 40 bis 50 Prozent beobachtet", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Tabakwaren- Großhändler und Automatenaufsteller (BDTA), Peter Lind, der Zeitung "Welt am Sonntag". In den ersten Tagen nach der Umstellung seien es sogar 70 bis 80 Prozent gewesen. Mittlerweile ziehe das Geschäft wieder etwas an. Doch auch für das Gesamtjahr rechnet Lind mit einem Umsatzminus.
Seit 1. Januar gilt das Jugendschutzgesetz auch für Zigarettenautomaten. Raucher müssen jetzt per EC- oder Geldkarte nachweisen, dass sie mindestens 16 Jahre alt sind. Bislang bieten jedoch nicht alle Banken einen Chip mit dem notwendigen Altersnachweis an.
Von dem Umsatzrückgang sind vor allem die 250 000 Automaten betroffen, die an Straßen stehen. Das Automaten-Geschäft in Gaststätten sei nur um rund zehn Prozent zurückgegangen, sagt Verbandsvertreter Lind der Zeitung. Dort darf der Wirt nach einer Alterskontrolle die Zigaretten für den Gast kaufen.
bor/dpa
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