Wirtschaft



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05.02.2007
 

Gewichtsprobleme

Schokoriegel-Konzern verzichtet auf Werbung für Kinder

Masterfoods, einer der größten Süßwarenkonzerne der Welt, will auf Werbung für Kinder unter zwölf Jahren verzichten. Grund: die zunehmende Sorge über Fettleibigkeit bei Kindern. Verbraucherschützer haben dennoch Anlass zur Kritik.

Hamburg - Kinder unter zwölf Jahren sollen nicht mehr zum Kauf der Schokoriegel "Mars" und "Snickers" verleitet werden. Der Süßwarenkonzern Masterfoods kündigte an, die beiden kalorienhaltigen Riegel und weitere seiner "Kernprodukte" in dieser Altersgruppe nicht mehr zu bewerben, berichten "The Independent" und die "Financial Times" (FT) unter Berufung auf einen Brief des Unternehmens an den EU-Generaldirektor für Gesundheit und Verbraucherschutz, Robert Madelin. Zu Masterfoods gehören auch die Marken "Twix", "M&M's" sowie "Bounty" und "Milky Way".

Übergewichtiges Mädchen: Süßwarenhersteller sollen Werbung einschränken
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DPA

Übergewichtiges Mädchen: Süßwarenhersteller sollen Werbung einschränken

Die selbst auferlegten Werberichtlinien sind eine Reaktion des Konzerns auf die weltweit zunehmende Besorgnis über Fettleibigkeit unter Kindern. Zudem plant die EU strengere Regeln für Lebensmittelkonzerne, sollten sie sich nicht selbst zu strengeren Werberichtlinien verpflichten. Heute tagt eine EU-Kommission, die überprüfen will, inwiefern Konzerne in diesem Bereich Fortschritte machen.

Den Berichten zufolge soll der Stopp für Werbung von Masterfoods-Produkten in allen Medien einschließlich des Internets gelten. Das Unternehmen bewirbt seine Schokoriegel demnach schon jetzt grundsätzlich nicht bei Kindern unter sechs Jahren. Diese Altersgrenze soll nun angehoben werden.

Die Konkurrenten Nestlé und PepsiCo hätten dagegen keine Altersgrenze bei ihrer Werbung, hieß es weiter. Cadbury Schweppes hat eine Altersgrenze von acht Jahren, Lebensmittelriese Kraft wirbt nicht bei Kindern unter sechs Jahren und betont, Kindern zwischen sechs und elf Jahren nur Fruchtsäfte und andere gesunde Produkte anzupreisen. Coca Cola hat bereits eine Altersgrenze von zwölf Jahren eingeführt.

Verbraucherschützer kritisierten, Kinder würden dennoch über Websites angesprochen. So betreibe Masterfoods die Seite www.starburst.com, auf der Kinder Spiele spielen und Bildschirmschoner herunterladen könnten; Süßigkeiten würden dort beworben. Es sei unklar, wie Masterfoods verhindern wolle, dass Kinder unter zwölf Jahren solche Seiten besuchen.

kaz/AFP

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