Genf - Mit einem Anstieg von 56,8 Prozent auf 3910 Anmeldungen verdrängt China die Schweiz und Schweden und nimmt inzwischen Platz acht in der Rangliste der erfinderischsten Nationen ein. "Die Zahl internationaler Patentanträge steigt weiter an, wobei ein beeindruckendes Wachstum aus den nordostasiatischen Ländern zu verzeichnen ist", sagte Francis Gurry, stellvertretender Direktor bei der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO).
Deutliche Steigerungen seien es vor allem in Südkorea und China, zu verzeichnen gewesen. "Bis heute wurde die Innovation durch Europa und Nordamerika beherrscht", sagte Gurry. Nun entstünden neue Innovationszentren.
Insgesamt nahm die Zahl internationaler Patentanmeldungen auch im vergangenen Jahr stark zu. Bei der WIPO gingen 145.300 Patente ein, 6,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Insgesamt führen weiterhin die USA die Liste mit rund 50.000 Anmeldungen an vor Japan mit 27.000. Auf dem dritten Platz liegt Deutschland mit 17.000 Patenteinreichungen. Dahinter folgen Südkorea, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und China.
Unter den 20 aktivsten Unternehmen zählt die WIPO sieben aus Amerika, vier aus Japan und vier aus Deutschland.
mik/dpa
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