Frankfurt - Zur Schadstoffreduzierung sei der Handel mit Verschmutzungsrechten nach der Ausschöpfung aller anderer schnell wirkender Wege zwar "Ultima Ratio", aber eine EU-Regelung würde die Wettbewerbsbedingungen der betroffenen Fluggesellschaften verschlechtern, sagte Mayrhuber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Sollte die Europäische Kommission tatsächlich den Flugverkehr in den Emissionsrechte-Handel einbeziehen, müsste die größte deutsche Fluglinie deshalb "verstärkt über Standortalternativen nachdenken", fügte er hinzu. "Für die Lufthansa
Der Flugverkehr trage nur wenig zur Schadstoffbelastung bei, so Mayrhuber weiter: "Wenn wir heute in ganz Europa den Luftverkehr stilllegen würden, dann, sagen uns die Experten, macht das 0,5 Prozent der Emissionen in der Welt aus." Der gesamte weltweite Luftverkehr habe an den Emissionen einen Anteil von höchstens drei Prozent.
Die EU-Kommission will ab 2011 mit einem Emissionsrechte-Handel für innereuropäische Flüge beginnen. Von 2012 an sollen auch Flüge mit außereuropäischen Zielen einbezogen werden. Diese Pläne führen laut Mayrhuber dazu, dass es für Fluggäste attraktiver werde, von Hamburg über Tokio - und nicht mehr über Frankfurt - nach Dubai zu fliegen. "Wir wären dann dabei, eine Exportlizenz nicht nur für unsere Arbeitsplätze, sondern auch für unsere ganze Infrastruktur zu verabreichen." Den Emissionsrechte-Handel bezeichnete Mayrhuber als letztmögliche Lösung, um gegen den Klimawandel vorzugehen. Es gäbe wirksamere Ansätze. So könnte etwa mehr in neue Technik zu investieren.
ase/dpa-AFX/ddp
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