Berlin - Der Vorstandsvorsitzende des Oldenburger Energieversorgers EWE, Werner Brinker, wird möglicherweise Nachfolger des in die Kritik geratenen RWE-Chefs Harry Roels. Bei der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung von RWE an diesem Mittwoch soll nach Informationen der "Welt" unter anderem über diesen Personalvorschlag diskutiert werden. Ob RWE-Aufsichtsratschef Thomas Fischer mit Brinker bereits eine Vereinbarung getroffen hat, war nicht in Erfahrung zu bringen.
Der Oldenburger EWE-Chef Brinker gilt als einer der erfolgreichsten Manager der Energiebranche. Durch die Übernahme des ostdeutschen Gasimporteurs VNG mit Sitz in Leipzig formte er aus dem Oldenburger Regionalversorger den fünftgrößten deutschen Energiekonzern. Als Präsident des Verbandes der deutschen Elektrizitätswirtschaft (VDEW) gilt Brinker zudem als politisch gut vernetzt. Brinker, der von Branchenblättern zum Energiemanager des Jahres 2006 gewählt worden ist, habe als EWE-Chef zudem ausreichend Erfahrung mit kommunalen Aktionären gesammelt, hieß es in Branchenkreisen. Diese stellen auch bei RWE die stärkste Gruppe unter den Anteilseignern.
Roels war trotz guter Sanierungsarbeit zuletzt in die Kritik des Aufsichtsrats geraten, weil er keine überzeugende Zukunftsstrategie für RWE entwickelt und sich nach Ansicht der Kritiker zuwenig in die Gestaltung der energiepolitischen Rahmenbedingungen eingemischt hat. Sein Vertrag läuft Ende Februar 2008 aus und steht nun zur Verlängerung an.
wal/dpa-AFX
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
| alles zum Thema Harry Roels | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH