München - Um sich unabhängiger von seinem TV-Kerngeschäft zu machen, erwarb ProSiebenSat.1
75 Prozent an der Solute GmbH - sie betreibt die Preissuchmaschine www.billiger.de.
"Damit bauen wir unsere Position als einer der größten Internet-Anbieter weiter aus", sagte ProSiebenSat.1-Chef Guillaume de Posch in München. Der Konzern hatte sich zuvor unter anderem an der Videoplattform myvideo.de beteiligt. Ein Kaufpreis für die Solute-Übernahme wurde nicht genannt. Billiger.de ist die zweitgrößte Seite auf dem deutschen Markt für Preisvergleiche.
ProSiebenSat.1 gab zugleich Geschäftszahlen bekannt. Im vergangenen Jahr hat die Senderkette demnach von höheren Werbeeinnahmen und dem Ausbau neuer Geschäftsfelder profitiert. Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) habe sie 484 Millionen Euro verdient, 16 Prozent mehr als 2005. Analysten hatten im Schnitt mit etwas mehr gerechnet.
Unter dem Strich blieben mit 240,7 Millionen Euro neun Prozent mehr. Der Umsatz kletterte um 5,8 Prozent auf 2,11 Milliarden Euro.
Für den deutschen Fernsehmarkt ist der Konzern optimistisch. Ein Anziehen des TV-Werbemarktes um zwei bis drei Prozent sei realistisch. Die Sendergruppe gehe davon aus, dieses Wachstum zu übertreffen.
Zudem sicherte sich ProSiebenSat.1 die Senderechte für zahlreiche Produktionen von Warner Bros. für das frei empfangbare Fernsehen, darunter Harry-Potter-Filme oder den Oscar-nominierten Film "Blood Diamond".
itz/dpa/Reuters
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