Dubai/Hamburg – Dass amerikanische Konzerne ihre Zentrale verlagern, kommt hier und da vor. Schon seltener ist, dass der neue Standort im Ausland liegt. Und dass Halliburton, der Ölkonzern aus Houston, in die Vereinigten Arabischen Emirate umziehen will - das war dem "Wall Street Journal Online" am Wochenende sogar eine Eilmeldung wert.
Konzernchef Dave Lesar sagte, durch den Umzug wolle man sich stärker auf Wachstumschancen im Mittleren Osten und in Asien fokussieren. "Ich werde den größten Teil meiner Zeit in Dubai verbringen", so Lesar bei einer Branchenkonferenz im Nahen Osten. Das Golfemirat Dubai lockt Investoren mit besonders laxen Steuer- und Standortgesetzen. Mit der Standortentscheidung rückt Halliburton zudem näher an wichtige nahöstliche Kunden wie den saudischen Ölkonzern Aramco heran.
Eine Halliburton-Sprecherin stellte gegenüber der Nachrichtenagentur AP klar, die Büros im texanischen Houston blieben zwar erhalten, der Konzern werde aber künftig von Dubai aus geführt.
Halliburton arbeitet unter anderem als Dienstleister für die Ölbranche. Das Unternehmen wurde von 1995 bis 2000 vom heutigen US-Vizepräsidenten Dick Cheney geführt. Der Bush-Regierung wurde wiederholt vorgeworfen, sie habe Halliburton im Irak lukrative Aufträge zugeschoben, ohne sie ausgeschrieben zu haben.
itz
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