Tokio - Privatsender sind kostenlos zu hören und sehen, weil sie sich mit Werbung finanzieren. Internetseiten funktionieren meistens auch nach diesem Prinzip. Warum sollte das nicht auch für den Getränkemarkt gelten, fragte sich eine japanische Firma - und setzte die Idee um.
Künftig soll Reklame Getränke finanzieren. Kaffee und Cola gibt es an vielen Getränkeautomaten in Japan bald umsonst oder zu einem Spottpreis: Die Getränke werden künftig von Unternehmen bezahlt, die an den Automaten für sich werben.
Die Firma Apex stattet ihre rund 35.000 Automaten im Land ab kommenden Monat mit Bildschirmen aus, auf denen dann kurze Reklamespots laufen werden, wie sie heute in Tokio mitteilte. Während der Kunde auf sein Getränk wartet, wird das rund 30 Sekunden lange Video abgespielt.
Auch die Pappbecher werden mit Reklame bedruckt sein. Der Preis für ein Getränk, derzeit umgerechnet 50 bis 70 Cent, wird nach Angaben von Apex gegen null sinken.
Die Anzeigenkunden können damit rechnen, dass ihre Werbung am geeigneten Standort läuft: Apex-Automaten stehen in Supermärkten, Freizeitparks, Bürogebäuden und Schulen, wie das Unternehmen warb.
kaz/AFP
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