London - Das Geld werde von einer neuen chinesischen Staatsagentur kommen, berichtet die "Financial Times". Die Agentur soll einen Teil der gigantischen Devisenreserven Chinas von 1,2 Billionen Dollar effizienter investieren. Bisher wird das Geld vor allem in US-Staatsanleihen angelegt. Finanzinvestoren wie Blackstone versprechen dagegen höhere Renditen.
Mit dem Blackstone-Deal steigt China just in dem Moment ins Geschäft mit Finanzinvestoren ein, da Politiker im Westen Regeln für die nur wenig kontrollierte Branche fordern.
Finanzinvestoren wie Blackstone, die viele Milliarden Dollar an fremdem Geld verwalten, kaufen immer mehr und immer größere Unternehmen. Erst diese Woche machte der Blackstone-Konkurrent Cerberus Schlagzeilen mit der Übernahme von Chrysler.
Blackstone selbst ist an der Deutschen Telekom beteiligt. Gewerkschafter werfen dem Chef des Finanzinvestors Steven Schwarzman vor, für den harten Kurs von Telekomchef René Obermann mit verantwortlich zu sein. Obermann möchte 50.000 Mitarbeiter in eine Servicegesellschaft auslagern, wogegen die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di derzeit streikt.
Kritiker werfen den Finanzinvestoren vor, viele Unternehmen nach dem Kauf nur auszuschlachten, ohne an deren Zukunft zu denken. Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) hatte deshalb den Begriff "Heuschrecke" geprägt.
wal/dpa
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