Von Susanne Amann
Hamburg - "Eine andere Welt ist möglich" - mit diesem griffigen Slogan bringt das globalisierungskritische Netzwerk "Attac" auf den Punkt, warum rund 100.000 Menschen in der nächsten Woche in Heiligendamm gegen den G-8-Gipfel protestieren. Gegenwärtig "stirbt alle fünf Sekunden ein Kind an Hunger", sind "mehr als 800 Millionen Menschen chronisch unterernährt", treiben die G-8-Länder "Liberalisierung und Privatisierung" voran, plündern Rohstoffe und zerstören das Klima. So steht es jedenfalls im Aufruf für die internationale Großdemonstration vor dem Beginn des Gipfels.
Wie das geändert werden soll - auch das listen die Veranstalter gleich mit auf: Sie fordern die "sofortige Streichung illegitimer Schulden und eine faire Entschuldung des Südens", "gleiche soziale Rechte und Standards weltweit" sowie ein "solidarisches und gleichberechtigtes Zusammenleben aller Menschen". Klingt alles gut und richtig - es bleibt nur die Frage, wie das genau erreicht werden soll.
Wer soll Standards und Rechte festlegen? Wo sollen Menschen diese Rechte einfordern und gegebenenfalls einklagen können? Wer soll Steuern und Zölle festlegen? Welche konkreten Änderungen braucht es, um das wirtschaftliche, aber auch das politische System gerechter zu machen?
SPIEGEL ONLINE hat bei globalisierungskritischen Organisationen nachgefragt, wogegen sie konkret
protestieren - und wie sie die Welt verändern wollen:
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