London - Die Bedrohung sei "sehr real", erfuhr die "Financial Times" aus dem Umfeld der Regierung. Der Sicherheitsdienst befürchte, dass geheime Sitzungen leicht von fremden Geheimdiensten abgehört werden könnten. Da die Blackberry-Server in den USA und in Großbritannien stationiert seien, habe man nicht unter Kontrolle, was mit den sensiblen Daten geschehe.
Eine unter Verschluss gehaltene Studie habe vor zwei Jahren ergeben, dass die Blackberry-Software erhebliche Sicherheitslücken aufweise, berichtet die Zeitung. Alain Julliet, unter anderem Berater in Sachen Wirtschaftsspionage, habe die Studie angeregt, weil der US-Banker beobachtet hatte, wie sie zu Beginn von Konferenzen ihre Blackberry-Geräte auf den Tisch legten und die Batterien entfernten.
Die Anweisung stelle für Sarkozy und sein Kabinett einen empfindlichen Einschnitt da, erklärt das Blatt. Einzelne Minister hätten sich bereits beschwert, dass der SGDN zwar forsch mit dem Bann der Geräte vorpresche, aber bislang wenig unternommen habe, um Alternativen bereitzustellen.
Der Blackberry besitzt bei Managern und Regierungsbeamten Kultstatus - obwohl die Sicherheitsbedenken schon seit langem bekannt sind. 2005 warnte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn vor Sicherheitslücken. Das unschöne Wort von denkbarer Industriespionage machte die Runde.
Die Warnungen wurden recht unterschiedlich beachtet. Während viele Unternehmen regen Gebrauch von dem E-Mail-System machen, hat der französische Energiekonzern Total seinen Mitarbeitern die Nutzung untersagt. Begründung: Es gäbe eine ganze Reihe anderer Systeme, die sicherer seien.
mik
Auf anderen Social Networks posten:
Blackberrys unterstützen in der höchsten Sicherheitsstufe AES Verschlüsselungsverfahren. Obwohl AES allgemein als sicher gilt, war dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schon 2005 dieses Verfahren nicht [...] mehr...
Wenn ich wissen will, wie die Politiker morgen entscheiden, brauche ich heute doch blos die Blöd- Zeitung zu lesen. Auf das Wissen darüber, was Politker in ihren Brombeeren gespeichert haben, kann man verzichten, wenn man die [...] mehr...
darum bekommt auch Herr Obama nun ein Sectéra Edge. mehr...
hihi, fällt mir ein spruch ein, der passt: damit keiner mehr durchs schluesselloch guckt ( gucken kann), schaffen wir toilettentueren ab mehr...
Und warum schließen sie auf Klo die Tür ab? mehr...
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
| alles zum Thema Blackberry | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH