Nürnberg - In diesem Monat seien 3,687 Millionen Arbeitslose registriert gewesen, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) heute in Nürnberg mit. Dies seien 125.000 weniger als im Mai und 711.500 weniger als vor einem Jahr. Unter Herausrechnung jahreszeitlicher Einflüsse sei die Arbeitslosigkeit im Monatsvergleich saisonbereinigt um 37.000 gesunken.
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juni damit so gering gewesen wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr. Die Arbeitslosenquote verringerte sich auf Monatssicht von 9,1 auf 8,8 Prozent. Experten hatten lediglich mit einem Rückgang um 20.000 gerechnet.
Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 26.000 ab, im Osten um 11.000.
Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, erklärte, durch die stabile Konjunktur wachse die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, und die Arbeitslosigkeit sinke deutlich. Die Nachfrage nach Mitarbeitern sei weiter gestiegen, sagte Weise weiter.
In Westdeutschland waren im Juni 2.427.000 Männer und Frauen ohne Beschäftigung. Das waren 76.000 weniger als im Mai und 539.000 weniger als vor einem Jahr. In Ostdeutschland gab es im Juni 1.260.000 Arbeitslose, 49.000 weniger als im Vormonat und 173.000 weniger als im Juni 2006. Die Arbeitslosenquote lag im Juni bei 7,3 Prozent im Westen und bei 14,7 Prozent im Osten.
In Sachsen-Anhalt ist die Arbeitslosenzahl zum ersten Mal seit 1991 unter die 200.000-Marke gerutscht. Das sei die niedrigste Arbeitslosigkeit seit 16 Jahren im Juni, teilte die Landesarbeitsagentur in Halle mit. Auch in Thüringen hat die Juni-Arbeitslosigkeit das niedrigste Niveau der vergangenen 16 Jahre erreicht.
sam/dpa/DDP/dpa-AFX
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