Brasilia - Auf der Zuckerrohr-Plantage am Amazonas herrschten "unmenschliche Bedingungen", erklärte die Anti-Sklaverei-Einheit. Die Menschen seien wie Sklaven gehalten worden. Es war die bisher größte Befreiungsaktion in Brasilien.
Die Umstände, unter denen die Plantagenbesitzer ihre Sklavenarbeiter halten, seien immer wieder vergleichbar, sagte ein Sprecher: "Nichts als Stroh, um sich zuzudecken, keine Waschräume, kein Platz, um Lebensmittel aufzubewahren."
Brasilien hat 2002 eine landesweite Kampagne gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen gestartet. In den vergangenen Jahren wurden etwa 160 illegale Fabriken und Plantagen durchsucht.
Zuletzt waren vor allem in China Fälle von Sklavenarbeit bekannt geworden. Das Muster ist dabei ähnlich: Die Arbeiter werden kaum bezahlt, oft erhalten sie als Lohn gerade so viel Essen, um ihre Arbeitskraft zu erhalten. Da die Menschen häufig an ihrem Arbeitsplatz wohnen müssen, kommen sie mit der übrigen Gesellschaft kaum in Berührung. Skrupellose Unternehmer können sie daher wie Sklaven ausbeuten - obwohl die Sklaverei offiziell längst abgeschafft ist.
wal/Reuters
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