Düsseldorf - Der Deal wäre eine faustdicke Überraschung. Denn bislang hatte der britische Vodafone-Konzern wegen seiner größeren Marktmacht in Europa als Favorit im Rennen um die europäischen Verkaufsrechte gegolten. Um den lukrativen Auftrag zu bekommen, soll T-Mobile beim Angebot nun "in letzter Sekunde ein Schippchen draufgelegt haben”, berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf Unternehmenskreise.
Das Gerät werde ab 1. November für rund 450 Euro und ausschließlich in Verbindung mit einem T-Mobile-Vertrag in den Geschäften angeboten. Gegenüber SPIEGEL ONLINE wollte die Telekom
Unklar bleibt, wer den Vertrieb in den anderen europäischen Ländern übernehmen wird. Während T-Mobile beispielsweise in Osteuropa stark vertreten ist, dominiert Vodafone
den französischen Handy-Markt. Dem Blatt zufolge wird spekuliert, dass Apple in einigen Ländern von der amerikanischen so genannten Ein-Partner-Politik abweicht und Vodafone, T-Mobile sowie Carphone Warehouse gemeinsam als Vertriebspartner vorstellt.
Das iPhone kombiniert laut Apple
die Funktionen von Telefon, Musikabspielgerät und Organizer. Zusätzlich machten das Design und ein Touch-Screen-Display das Mobiltelefon attraktiv. In den USA wird das iPhone von etwa 200 Apple-Läden und 1800 Vertriebspunkten der Telekomgesellschaft AT&T
verkauft. Analysten rechnen damit, dass AT&T in den kommenden drei Quartalen drei Millionen iPhones verkaufen könnte und sich so einen zusätzlichen Umsatz von 1,4 Milliarden Dollar sichert.
Wie heute bekannt wurde, könnte das iPhone einer Studie zufolge die Apple-Kassen auch anderweitig kräftig klingeln lassen: Das Marktforschungsinstitut iSuppli schätzte die Umsatzrendite beim teuersten iPhone-Modell auf über 55 Prozent. Demnach liegen die Material- und Produktionskosten für das 600 Dollar teure Handy bei gut 265 Dollar. Die Apple-Aktie zog nach Bekanntwerden der Daten um knapp fünf Prozent an. Apple will bis 2008 zehn Millionen iPhones verkaufen, was einem Prozent des weltweiten Mobilfunkmarktes entsprechen würde.
Apple hatte die mit Spannung erwartete Kombination aus Handy, iPod und Internet am Freitag in den USA in den Handel gebracht. Schätzungen zufolge gingen am Wochenende bereits bis zu eine halbe Million der Geräte über den Ladentisch. Experten hatten zwar starke Verkäufe am ersten Wochenende erwartet. Sie sind sich aber uneins, ob die Kombination aus iPod und Handy sich langfristig am hart umkämpften Mobilfunk-Markt durchsetzen kann.
sam/dpa/Reuters
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