Frankfurt am Main - Der Klima-Cent soll künftig von allen Strom-, Gas- und Heizölverbrauchern erhoben werden, berichtet die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ). Das gehe aus den Eckpunkten der Regierung für ein Integriertes Klima- und Energieprogramm hervor. Demnach soll Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) ein Förderprogramm von einer Milliarde Euro im Jahr auflegen, um unter anderem die Einführung energieeffizienter Elektrogeräte und umweltfreundlicher Techniken zu subventionieren.
Kraftwerk (in Jänschwalde): Ein Öko-Cent auf jede Kilowattstunde Strom
Generell geht es darum, die Absprachen aus dem Energiegipfel mit Kanzlerin Angela Merkel vor einer Woche umzusetzen - also die Energieproduktivität bis 2020 zu verdoppeln, die Energieeffizienz um jährlich 3 Prozent zu steigern, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. "Das Programm wird finanziert durch die Einführung eines Klima-Cents als Aufschlag auf die Strom- und Heizstoffsteuersätze", steht laut "FAZ" in dem Eckpunktepapier. Vorgeschlagen wird:
Was die Erhöhung der Stromkosten durch den Öko-Cent angeht, so gilt die einfache Rechnung: Für einen Haushalt mit 3500 Kilowattstunden Stromverbrauch im Jahr würde die Mehrbelastung 3,50 Euro ausmachen.
Für ganz Deutschland läge sie nach Berechnungen von Wirtschaftsverbänden bei annähernd zwei Milliarden Euro: eine Milliarde beim Gas, 540 Millionen beim Strom, 318 Millionen beim Heizöl. Diese Schätzung anhand von Verbrauchszahlen 2006 zitiert die "FAZ" - und nennt eine Reihe von Projekten, die mit den Einnahmen umgesetzt werden sollen:
Klar ist: Einige dieses Plans sind in der Regierung noch umstritten - über die Details wird es ganz offensichtlich noch Streit geben. Der Sprecher von Umweltminister Gabriel sagte zu dem Bericht, der SPD-Politiker unterstütze "insbesondere die Idee eines Klima-Cents" keineswegs.
Umwelt- und Wirtschaftsministerium hätten die Aufgabe, für die Klausursitzung des Kabinetts im August Eckpunkte für ein Klimaschutz- und Energieprogramm zu erarbeiten, sagte der Sprecher. Bis dahin würden "verschiedene Konzepte" diskutiert.
Dem "FAZ"-Bericht zufolge sollen Finanz-, Umwelt-, Wirtschafts-, Verkehrs- und Landwirtschaftsministerium bis Ende September ihre Referentenentwürfe für das Gesetzespaket vorlegen. Im Dezember könnte das Kabinett es dann beschließen und Bundestag und Bundesrat zuleiten.
sam/dpa/ddp
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Solange die EVU die Energieabnehmer ver'kohlen, ja! Soweit wie nötig - ausser Spargel gibt's ja noch anderes... mehr...
hahah, alles wie immer. es kommen tägliche rechnungen und modelle zum vorschein, die eine energiewende ermöglichen oder schon längst ermöglicht hätten. nur die ewig gestrigen versuchen mit den selben (schlechten) argumenten wie [...] mehr...
Spargel oder Kollaps - das ist nicht die Alternative. Vielmehr sollten wir keine Horroszenarien an die Wand malen. Es gab in meiner Region vier Eiszeiten, unterbrochen durch tropisches Klima. Und das alles ohne Autoabgase, ohne [...] mehr...
Solange die EVU die Energieabnehmer ver'kohlen, ja! mehr...
Schauen sie sich mal ein Braunkohlerevier an, bzw. schauen sie in ein großes Loch voller Mondlandschaft und denken an Dörfer, Wiesen, Wälder etc. die allenmal dort waren wo jetzt einegroße Leere gähnt. Dagegen ist die [...] mehr...
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