Frankfurt am Main - Das Kartellamt teilte mit, es toleriere eine befriste Zusammenarbeit beider Sender bis zum 30. Juni 2009. Premiere erhält dabei eine Sublizenz der Bundesliga-Übertragungsrechte.
Premiere
Der Pakt der beiden Pay-TV-Anbieter ist ein Tauschgeschäft. Premiere produziert die Bundesliga-Sendungen, Arena erhält im Gegenzug eine Rücklizenz für Kabel und Satellitenprogramme über Direct to Home (DTH).
Premiere hatte bei der Vergabe der Exklusivrechte gegen Arena den Kürzeren gezogen und in der Folge massiv Abonnenten verloren. Im Februar verabredeten die Rivalen dann die Vertriebskooperation, die aber auf Eis lag, weil das Kartellamt Bedenken äußerte. Die Unternehmen legten daraufhin einen überarbeiteten Vorschlag vor.
"Kooperationen der beiden einzigen aktuellen Wettbewerber sind kein Idealfall", räumte Kartellamtspräsident Bernhard Heitzer ein. Aber angesichts der angespannten wirtschaftlichen Situation von Arena sei davon auszugehen, dass die vorgelegten Vereinbarungen am ehesten geeignet seien, um den Wettbewerb zwischen Arena und Premiere zumindest für die Restlaufzeit der Bundesligalizenz zu erhalten.
itz/Reuters/dpa-AFX/AP/ddp
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