Hamburg - Eine interne Vorlage für den Verwaltungsrat der Agentur beschreibt die Pläne. Danach soll die Zahl der Planstellen für das beitragsfinanzierte sogenannte Arbeitslosengeld I bis zum Jahr 2012 von heute gut 44.500 auf knapp 41.000 sinken.
Würde die Zahl der Vermittler und Sachbearbeiter im selben Ausmaß zurückgeführt, in dem die Erwerbslosigkeit zurückgeht, könnte die Zahl der Behörden-Jobs sogar noch stärker sinken. So würden es die Entwicklung am Arbeitsmarkt sowie die Erfolge der agentureigenen Reformen dem Papier zufolge eigentlich erlauben, rund 5300 Stellen zu streichen.
Ein Sprecher betonte am Samstag, von einer "Stellenstreichung" könne keine Rede sein - die Behörde habe lediglich eine "Stellenverlagerung" beschlossen.
Auch nach SPIEGEL-Informationen will die Behörde ihre Personalausstattung in zahlreichen Einsatzfeldern verbessern. Zum Beispiel soll der Anteil befristeter Jobs von derzeit gut 13 Prozent auf 10 Prozent zurückgeführt werden. Zugleich will die Behörde rund 400 zusätzliche Berufsberater und Vermittler für die geplante Ausbildungsoffensive und knapp 180 Mitarbeiter für die Verbesserung ihres Arbeitgeberservices einstellen. Ebenso soll in einer Reihe von sogenannten Modell-Arbeitsagenturen das Verhältnis von Betreuern zu Arbeitslosen deutlich erhöht werden.
Weiter plant die Bundesagentur, die Zahl ihrer Ausbildungsplätze deutlich zu reduzieren. Schon heute lasse es der agentureigene Tarifvertrag kaum zu, alle ausgebildeten Nachwuchskräfte zu übernehmen, so das Papier. Dieses Missverhältnis werde sich in den nächsten Jahren noch verstärken.
itz/ddp
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
| alles zum Thema Arbeitsmarkt | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH