Wirtschaft



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26.07.2007
 

Ökostrom

Biogas-Krise - Marktführer verliert 40 Prozent an Wert

Dramatischer Kursverfall in der Biogasbranche: Der größte deutsche Anlagenbauer Schmack gab eine Gewinnwarnung heraus, die Aktie stürzte daraufhin um 40 Prozent in die Tiefe. Auch Konkurrenten wurden mit nach unten gezogen.

Schwandorf - Schmack Biogas hat seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr deutlich gesenkt, weil weniger Landwirte Biogasanlagen bestellt haben als angenommen. Das Unternehmen rechnet nun nur noch mit einem Umsatz von 140 bis 150 Millionen Euro, wie die Gesellschaft in Schwandorf mitteilte. Zuvor hatte Schmack 150 bis 170 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Biogasanlage bei Anklam: Wichtiges Standbein im Bereich der erneuerbaren Energien
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DDP

Biogasanlage bei Anklam: Wichtiges Standbein im Bereich der erneuerbaren Energien

Die Biogasbranche ist nach der Windkraft das zweite große Standbein im Bereich der erneuerbaren Energien. Der aus Biomasse gewonnene Strom macht rund 22 Prozent des gesamten Ökostroms in Deutschland aus. Zum Vergleich: Die Solarenergie kommt nur auf vier Prozent, die Windkraft auf rund 57 Prozent. Rentabel ist die Technik vor allem dank der Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Die Betreiber von Biogasanlagen sind in der Regel Landwirte.

Genau hier scheint Schmack jedoch Nachfrage-Probleme zu haben. Nach Angaben des Unternehmens hakt es insbesondere beim Absatz kleinerer Anlagen. Schmack wolle sich deshalb in Zukunft stärker auf Großanlagen fokussieren, teilte das Unternehmen mit. Diese brächten allerdings geringere Margen ein, sagte ein Sprecher. Schmack rechnet daher mit einem operativen Verlust von sechs Millionen Euro in diesem Jahr. Im vergangenen Jahr hatte die Firma einen operativen Gewinn von 4,4 Millionen Euro und einen Umsatz von 90 Millionen Euro ausgewiesen.

Die Aktie von Schmack Biogas brach nach der Mitteilung um 40 Prozent ein und erholte sich auch am Nachmittag kaum. Bereits gestern vor Veröffentlichung der Gewinnwarnung hatte der Aktienkurs bei hohen Umsätzen deutlich nachgegeben. An der Börse wurde daraufhin über mögliche Insidergeschäfte spekuliert. "Wir werden uns den Sachverhalt routinemäßg anschauen", sagte eine Sprecherin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Infolge der Gewinnwarnung bei Schmack brachen heute auch die Aktien des Konkurrenten EnviTec ein. Das Unternehmen konnte den Kursrückgang immerhin stoppen, nachdem es seine eigene Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigte. "Die aktuelle Geschäftsentwicklung entspricht weiterhin der Unternehmensplanung", teilte die Gesellschaft mit.

EnviTec war vor knapp zwei Wochen an die Börse gegangen. Am Nachmittag notierten die Titel des Unternehmens bei 43,75 Euro, das waren 14 Prozent weniger als am Vortag.

wal/dpa-AFX

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11.09.2009 von promedico: Aha!

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11.09.2009 von sagenhaft: Auf der Uni aufgepaßt

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