Washington - Es ist die größte Rückrufaktion seit neun Jahren: Wegen überhöhter Bleiwerte in Spielwaren hat der amerikanische Hersteller Fisher-Price in den USA Eltern aufgefordert, bestimmte Spielwaren von ihren Kindern fernzuhalten und Kontakt mit dem Unternehmen aufzunehmen.
Betroffen sind 83 verschiedene Kunststoffprodukte, die zwischen April und Juli dieses Jahres in China hergestellt wurden und deren Farbanstrich die zulässigen Grenzwerte für Blei übersteigt. Von den Spielwaren, darunter populäre Spielfiguren wie "Big Bird", "Elmo", "Dora" und "Diego", wurden in den USA seit Mai 967.000 Stück verkauft.
In Deutschland ist laut Mattel nur ein einziger Artikel betroffen, die "Fisher-Price Sesamstraße Kleine Musikinstrumente" mit der Artikelnummer 90057. Von dem Rückruf betroffen sind nur Produkte, die den sogenannten Date Code zwischen 109-7LF und 187-7LF tragen. Der Code ist auf der Rückseite der Produkte in die Oberfläche eingestanzt.
Das Problem sei bei einer internen Untersuchung entdeckt und sofort der Verbraucherschutzkommission (CPSC) gemeldet worden, sagte Fisher-Price-Geschäftsführer David Allmark gestern. Das Unternehmen und die Kommission veröffentlichten eine Warnung an Eltern. Die Rückrufaktion ist die größte für Fisher-Price und seine Muttergesellschaft Mattel seit 1998. Damals mussten zehn Millionen "Power Wheels" aus dem Verkehr gezogen werden.
Auch die US-Verbraucherschutzkommission forderte die Käufer auf, ihren Kindern die Spielzeuge wegzunehmen und Fisher-Price zu kontaktieren. Der Chef des Mattel-Konzerns, zu dem Fisher Price gehört, entschuldigte sich bei den Verbrauchern. "Unser Ziel ist es, dieses Problem zu korrigieren", kündigte Robert A. Eckert an.
sam/AFP/AP
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH