New York - Mittlerweile ist nach einer heute veröffentlichten Studie des Online-Dienstes RealtyTrac einer von 693 Haushalten im Land direkt von der Immobilienkrise betroffen. Die Zahl der wegen mangelnder Liquidität eingeleiteten Verfahren nahm demnach im Vergleich zum Vorjahresmonat um 93 Prozent auf 179.599 zu. Am stärksten betroffen sind der Studie zufolge die Bundesstaaten Nevada, Georgia und Michigan; in Nevada - einem der am schnellsten wachsenden Bundesstaaten in den USA - sei einer von 199 Haushalten betroffen.
In den USA haben sich zuletzt die Fälle gehäuft, in denen Hausbesitzer mit geringem Einkommen angesichts steigender Kreditzinsen und fallender Hauspreise ihre Darlehen nicht bedienen können. Dadurch rutschten auch immer mehr Geldinstitute in die Pleite. Weil die faulen Kredite gebündelt als Anlageprodukt in die ganze Welt verkauft wurden, breitete sich die Immobilienkrise rasant aus. Zahlreiche Banken, Fonds und Versicherer mussten zum Teil Milliardenverluste vermelden. Im Einzelnen gehen die Banken höchst unterschiedlich mit den nicht mehr sicher gedeckten Hypotheken um - so können sie eine Zwangsversteigerung oder eine Pfändung einleiten oder zunächst nur die Feststellung der Zahlungsunfähigkeit beantragen.
mik/AFP
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