Flensburg/Zürich - "Das Interesse besteht weiter", sagte Patrik Stöckli heute und bestätigte damit einen Bericht der Schweizer Boulevardzeitung "SonntagsBlick". Er werde am 11. September Gespräche darüber mit der deutschen Konzernleitung führen. Die Flensburger Beate Uhse AG dementierte die Gespräche allerdings umgehend.
Die Meldungen "entbehren jeglicher Grundlage. Es gibt mit der Konzernleitung keine Gespräche", sagte Unternehmenssprecherin Assia Tschernookoff in Flensburg. Anfang des Jahres hatte ein Hauptaktionär angekündigt, seinen Anteil von rund 26 Prozent der Beate-Uhse-Aktien verkaufen zu wollen. Der Flensburger Erotikkonzern hatte im ersten Halbjahr einen Gewinneinbruch verzeichnet. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 80 Prozent auf 1,2 Millionen Euro.
Stöckli setzte eigenen Angaben zufolge im vergangenen Jahr mit seinen 16 Erotik-Märkten in der Schweiz rund 25 Millionen Franken (15,2 Millionen Euro) um. Der Umsatz von Beate Uhse lag 2006 rund 17 Mal so hoch (271 Millionen Euro). "Ich will Uhse kaufen zusammen mit potenten Finanzinvestoren. Klappt es, übernehme ich die operative Leitung des Unternehmens", sagte der 49-Jährige der Zeitung.
Stöckli hat in seinen Läden in der Schweiz das bereits umgesetzt, was seiner Ansicht nach bei Beate Uhse bisher versäumt wurde: Weg vom Image des Pornohändlers hin zu neu erotischem "Lifestyle" in bester Lage. Damit habe er den um zehn Prozent geschrumpften Absatz von Porno-DVDs kompensieren können.
sam/dpa
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