Hamburg – Laut Eisenbahn-Bundesamt bestehen mehr als 6000 Kilometer Gleise, das sind rund 18 Prozent des Streckennetzes, aus veralteten Schienen der Kategorie „S 49“. Zu einem großen Teil wurden die Gleise aus bruchanfälligem Thomasstahl gefertigt. Dieses bis in die siebziger Jahre hinein verwendete Material war auch verantwortlich für den Bruch von RWE-Strommasten im Münsterland vor knapp zwei Jahren.
Bahngleise (in Leipzig): 18 Prozent des Streckennetzes sind veraltet
Zudem wurden nach Informationen des hessischen Verkehrsministers Alois Rhiel (CDU) rund 40 Prozent der knapp 25.000 Bahn-Brücken vor 1910 gebaut – etwa 7500 dieser Brücken müssten in den nächsten zwölf Jahren erneuert werden. Rhiel befürchtet eine „Bugwelle überfälliger Ersatzinvestitionen“, deren Kosten auf die Bundesländer und auf die Fahrgäste umgelegt werden müssten.
Die Bahn-Tochter DB Netz weist das zurück. Das Alter der Brücken lasse keinen Rückschluss auf ihre Standfestigkeit und Haltbarkeit zu, sagte ein Sprecher. Die „S-49“-Schienen würden im Rahmen eines regulären Erneuerungsprogramms ausgetauscht. Eine akute Gefahr bestehe nicht, da die Schienen überwiegend auf Überhol- oder Abstellgleisen verlegt seien.
wal
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