Wirtschaft



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12.09.2007
 

Nach Notlandung

Bombardier empfiehlt Startverbot für eigene Flugzeuge

Vier Pannen innerhalb weniger Tage: Der kanadische Hersteller Bombardier rät zu einem Flugverbot für alle Maschinen vom Typ Dash 8-Q-400. Die Propellerflugzeuge sollen erst wieder fliegen, wenn die Unglücksursachen klar sind.

Stockholm - "Als Vorsichtsmaßnahme empfiehlt Bombardier Chart zeigen dringend, dass weltweit alle Flugzeuge des betreffenden Typs, die jeweils mehr als 10.000 Starts und Landungen hinter sich haben, so lange am Boden bleiben, bis die Pannenursachen geklärt sind", teilte die Fluggesellschaft SAS Group heute in Kopenhagen mit.

Bombardier Dash 8-Q-400: Vorerst soll die Maschine am Boden bleiben
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DPA

Bombardier Dash 8-Q-400: Vorerst soll die Maschine am Boden bleiben

Wenige Stunden zuvor war eine SAS- Maschine dieses Typs in der litauischen Hauptstadt Vilnius mit defektem Fahrwerk notgelandet. Alle 48 Passagiere und die vier Besatzungsmitglieder blieben unverletzt. Das Flugzeug sei bei der Notlandung "kräftig demoliert worden", teilte ein SAS-Sprecher im Rundfunk mit.

Bereits am Sonntag war bei einer dramatischen Notlandung im dänischen Aalborg ein Fahrwerk gebrochen. Anfang der Woche mussten zwei Maschinen auf dem Weg nach Berlin sowie nach Prag wegen technischer Defekte in der Luft umkehren. In allen Fällen kamen die Passagiere und die Besatzungen mit dem Schrecken davon.

SAS zog jetzt alle eigenen 33 Dash 8-Q-400 aus dem Verkehr, bis die Ursachen für die Unglücke eindeutig geklärt sind. Allein in Kopenhagen mussten deshalb für heute mehr als hundert Flüge abgesagt werden.

Lufthansa Chart zeigen teilte mit, das unter ihrem Logo vier Flugzeuge des betroffenen Typs im Einsatz sind. "Die Maschinen gehören zu Augsburg Airways, die für uns im Regionalverbund fliegen", sagte ein Lufthansa-Sprecher. Eine Maschine sei bereits in der Wartung, die drei anderen seien auf dem Weg nach Hamburg, wo sie überprüft werden sollen. Als Konsequenz würden heute drei Flüge von Graz, Krakau und Genf nach München ersatzlos gestrichen und die Passagiere auf andere Flüge umgebucht.

kaz/dpa-AFX

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